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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe I-M, Band 3
Seite - 505 -
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Ludwig I I . , Ronig v. Ungarn. —Ludwig , Erzherzog. 505 seine Reisen und Feldzüge machten dieNationeN mit auswärtigerCllltn« bekannt, ergründete 1367 eine hohe Schule zu Fünfkirche n,befreyte den Handel von übermäßigen Zöllen und dem Schachergeiste der Juden, die er aus dem Lande vertrieb. Ihm folgte in Ungarn seine ältere Tochter Mar ia (s. d.), welche mit S ieg mund von Luxemburg vermählt war, in Polen durch die Wahl der Stände, <eine jüngere Tochter Hedwig, vermahlt mit dem Großherzog Iage l lo von Litthauen. Ludwig I I - , König von Ungarn und Böhmen, der letzte selbst» ständige König dieser Reiche, war geboren 1506. Sohn Wladis« law'sll., bestieg ernach demTodedesselben 1516 unterVormundschaft des Kaisers Max imi l ian I . und Königs S iegmund von Polen den Thron. Schon beym BeginneseinerRegierung beraubte ihn ein Aufstand der Gro- ßen fast des Reiches. So l iman I I . machte sich die von schwachen Händen geführteRegierung zu Nutzen, er fiel 1521 in Ungarn ein, und eroberte viele wichtige Plätze in Niederungarn und Croatien. L. hatte sich das- selbe Jahr mi tMar ia, SchwesterCarl's V. vermählt. Durch5Jahre stritt er mit geringem Erfolg gegen die Türken, 1526 in der unglückli- chen Schlacht bey Mo ha cs fand L. endlich seinen Tod, indem er auf der Flucht in einen Morast stürzte und erstickte. Da er keine Kinder hin- terließ, siel sein, jedoch,nicht unbestrittenes Erbe an Kaiser Ferdi- nand I. , welcher ftine Schwester Anna zur Ehe hatte, und dadurch gelangte Ungarn an Osterreich. Ludwig (Ios. Ant . ) , kaiserl. Prinz und Erzherzog von Oster- reich, konigl. Prinz von Ungarn und Böhmen :c., Ritter des goldenell Vließes und Großkreuz des konigl. ungar. St. Stephan-Ordens, k. k. General-Feldzeugmeister, General-Artillerie- Director und Inhaber des Linien-Infanterie-Regimentes Nr. 8, ist geboren zu Florenz den 13. Dec. 1784, sechster Sohn Kaiser Leopold's I I . Indem Feldzuge 1309 befehligte der Erzherzog eine österr. Heeresabtheilung, und zeichnete sich nahmentlich in der Schlacht bey Abensberg aus. Späterer Zeit genoß der Prinz bey verschiedener Gelegenheit die Aus- zeichnung, die Person des Kaifers Franz, während dessen Abwesenheit zu repräsentiren. Nach dem Tode des Feldmarschalls, Grafen Joseph Col- loredo erhielt der Prinz dessen Würde eines General-Directors der Artillerie, und seit mehr als 15 Jahren ist ihm bey seinen tiefen Ein- sichten, einer äußerst verläßlichen Auffassung und streng gerechten Be- urtheilung aller Gegenstände auch noch die unmittelbare Erledigung ver- schiedener Regierungsgeschafte von dem Kaiser Franz überlassen wor- den, worüber er zugleich die Entschließungen mit der Ausfertigung auf Befehl des Kaisers oder auch in dieser Art ausgefertigte Cabinetsschrei- ben unterzeichnete. Der jetzige Kaiser Ferdin and hat bey seinem Re- gierungsantritte mit Handschreiben vom 4. März 1335 die während einer Reihe von Jahren durch Weisheit und erhabene Gesinnung rühmlich be- zeichnete Wirksamkeit des Erzherzogs L. für einen Theil der Negierungs- geschafte auf gleiche A, r fortdauernd in Anspruch genommen. Der Erz- herzog ertheilt daher in diesem seinen Wirkungskreise wie früher, so auch jetzt, Audienzen.
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe I-M, Band 3
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe I-M
Band
3
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
768
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
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