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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe I-M, Band 3
Seite - 515 -
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Maca rsca . -"- Mack. 515 Macarsca, dalmat.offeneStadt im Kreise von Spa lato, gegen das Meer am Fuße des Biokovogebirges. Sie zieht sich halbmondförmig an der Buchr herum und zählt einschließig ihrer beydenVorstädte Ma car und Kott isina bey 1,700 Einwohner. Sie ist der Sitz eines Bie schofs und hat auch eine Hauptschule. Eine der Merkwürdigkeiten von M. ist auch der Röhrbrunnen auf dem Domplatze, da lebendige Brunnen in Dalmatien zu den größten Seltenheiten gehören. Durch diesen Ort unterhalten die bosnischen Türken einen starken Verkehr mit Mittel- und Ober-Italien, theils auch mit Dalmatien selbst, wohin sie vieles Schlacht- vieh, Getreide, Käse, Honig, Wachs, Wolle, gegerbtes Leder :c. zum Tausche und Verkaufe bringen und dafür hier vorzüglich Salz, Fei- gen, Ohl, nebst andern Producten wieder mit sich nehmen. DieserHan- del hat jedoch seit der Pest von 1815, in welcher M. allein über 800 Menschen verlor, bedeutend abgenommen. Die Einwohner beschäftigen sich auch viel mit Fischfang. An der Stelle von M. stand einst das alte Aataneum oder Retiorlim. Mack, Carl Freyh. v., k. k. Feldmarschall-Lieutenant, war geboren zu Nennsling'en m Franken den 25. Aug. 1752. Als Fou- rier trat er in österr. Kriegsdienste. Bald wurde Graf Lascy auf M.'s Talente aufmerksam, und er beförderte ihn zum Officler. Im Türkenkrie- ge 1733 zeichnete sich M. besonders aus und erlangte die höhern Militär- würden; Kaiser Joseph I I . ernannte M. auf Loudon's Empfehlung kurz vor seinem Tode zum Chef des Generalstabes. 1793 berief ihn Prinz Coburg zur Armee in den Niederlanden, wo M. mehrere Un- ternehmungen, so z. B. die Stürmung des Lagers bey Famars, sehr geschickt leitete. Anfangs 1794 ging er mit seinem berühmten Plane zu dem Feldzuge dieses Jahres nach London, dieser wurde jedoch nicht an- genommen. Nach Abgang des Prinzen von Coburg wurde M. bey der Rhein-Armee als Feldmarschall-Lieutenant angestellt, und begab sich 1793 nach dem Frieden von Campo formio nach Neapel , um auf den Wunsch des Königs Ferdinand IV. den Oberbefehl von dessen Heere gegen die Franzosen zu übernehmen. Er entwarf hier einen neuen, sehr zweckmäßigen Plan zu, einem Feldzuge, siegte auch anfangs in meh- reren Treffen und besetzte Rom, mußte diese Stadt jedoch bald wieder verlassen, da die neapolitanischen Truppen nicht mehr ihre Pflicht thaten und auf schnellen Rückzug dachten. Bey Capua nahm nun M. eine feste Stellung und schloß den 10. Jan. 1799 einen Waffenstillstand ad. Mittlerwelle war jedoch zu Neapel ein Aufstand der Lazzaroni ausge- brochen, welche einen Theil von M.'s Truppen entwaffneten, ihn und die Officiere der Verrätherey beschuldigten und ihren König selbst ver- theidigen wollten. Um ihrer Wuth zu entgehen, war M. gezwungen, sich mitseinem Generalstabe dem feindlichen General Championnet zu ergeben, er wurde knegsgefangen nach Paris geführt, entwich je.doch 1300 von da und begab sich wieder nach Österreich. 1304 erhielt M. den Oberbefehl sämmtlicher kaiserl. Heere in Tyrol, Dalmatien und Italien, und entwarf ein neues Organisationssystem derselben. Nachdem aber im Kriege 1305 die Franzosen am 14. und 15. October an der Iller gesiegt hatten und Memmingen übergeben worden war, warf sich M. mir 3 3 *
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe I-M, Band 3
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe I-M
Band
3
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
768
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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