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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe I-M, Band 3
Seite - 549 -
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Mannagetta'sche Stiftung. 549 men und ganz auf Kosten der Stiftung erhalten werden. Nach vollende- ten Studien sollten ihnen die Reisekosten auf eine auslandische Universität bezahlt werden, um daselbst den gradum zu nehmen, den Manna- ge tta'schen Töchtern aber sollten 1500—2000 ff. als Ausstattung gege- ben werden. So blieb auch das Institut bis. zu dem Jahre 1633. Nun erfolgte aber über Vortrag der ersten, vom Stifter selbst erbethenen Con- servatoren v. Sa la und Dr. v. Monitor eine wesentlicheAbänderung; es ward ein eigener Administrator aus den Man nag etta's bestellt; der niederosterr. Landesregierung die Oberinspection über die Stiftung über- tragen, die Wahl der Conservatoren aber der Familie überlassen, deren einer, wo möglich aus den Mann agetta's, der andere aber aus dem Rathsgremium der niederosterr. Landesregierung zu nehmen ist. In dieser Art bestand das Institut bis 1740, wo es aufgehoben und anfangs Handstipendien eingeführt, später aber die Einreihung der Zöglinge in das Theresianum veranlaßt wurde. Bey Auflösung auch der letzt er- wähnten Anstalt wurden die jungen Leute wieder ihren Ältern mit jähr- lichen Erziehungsbeyträgen von 500 fl. für jeden übergeben^ bis 1319 Kaiser F r a n z die Stiftung auf ihre ursprüngliche Form zurück- zuführen befahl, und so besteht das Alumnat nun wieder seit dem Jahre 1320, dermahl mit 5 Alumnen und einem die Erziehung besorgen- den Präfecten. Durch Sparsamkeit und weise Verwaltung wurde das Stiftungs-Vermögen mit einem zweyten Stadthause und 50,000 fi. in Obligationen vermehrt, zweymahlige Invasionen und die Herabsetzung der Interessen haben jedoch der Stiftung Wunden geschlagen, welche noch lange nichl vernarben werden. Das Recht, die Stiftungsplätze zu besetzen, übt dermahl ein Ausschuß von Agnaten und Cognaten aus, ursprünglich hatten die Agnaten und Cognaten das Prasentations-, die Conservatoren aber das Wahlrecht. Ein eigenes Familienarchiv umfaßt mehr als 100 Originalvie?en, und verdankt seine Ordnung, so wie über- haupt die ganze Stiftung viel dem Fleiße zweyer Familienglieder und Brüder: Joseph und Ioh . Wilhelm Ritter v. Mannagetta, insbesondere nützte der Letztere durch die von ihm eingeführte Ge- schäftsordnung dauernd der Stiftung. Dermahl ist der niederosterr. Landrath Dr. P h i l i p p Ritter v. Mannagetta Stiftungsad- ministrator. Die bis 1334 durch Verwandtschaft zum Stiftungsgenusse berechtigten und noch nicht ausgestorbenen Cognatenlinien sind in alpha- betischer Ordnung folgende: Die v. Ambros - Rechte nb erg^ die Ritter v. Brenner, die Ritter v. Dornfeld, die Freyherren Du- baine-Malchamp, die Freyherren v. Eyselsberg, dle Rttter Fleischhakel-Hackenau, die Ritter v. Füllenb aum, die Edlen Herren v. Gold egg und Lindenbuvg, die Ritter v. Harte n- fels, die v. Hickmann-Windsor, die Lenoble d'Edels- berg, die Ritter v. Mann er, die Ritter v. Mar t in ell l, dle Rit- ter v. Mayer- Gravenegq, die v. Menninger, die Ritter v. Mül ler , die Freyherren v. Myl ius, die Ritter v. Pelsern-Fur- neberg, die v. Pfersman n-Ei ch th al , die Nitterv. Ratschltz- b u r g , die Ritter v. Sch e lz ing er, die v. Sch ickh , dle
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe I-M, Band 3
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe I-M
Band
3
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
768
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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