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652 Mannsburg. ' — MantuU (Delegation).
größten Ausdehnung im nördlichen Theile von Möd ring bis auf den
Feldberg eine Breite von mehr als 2t Meilen, und wird gegen Süden
in Form eines Keils immer schmäler; die Lange von der Pulkau bis an
die südliche Abdachung bey Engelbrunn betragt bey 4 Meilen. Der
Rücken ist breit und mit Hügeln und Bergen besetzt oder von Thälern
zerschnitten. Der höchste Theil desselben ist der große Mannhartsberg
zwischen Eggendorf und St ie,fern. Das ganze Gebirge hat keine
bedeutende Höhe. Die einzelnen Theile haben verschiedene Nahmen. —
Das M. schickt einige kleine Zweige östlich bis an den obern Schmie-
dafluß und südöstlich bis an den sogenannten Wagram, einer plötzlichen
Abdachung in die Ebene, die einem Walle oder Damme ähnlich sieht,
und die nördliche Gränze der längs der Donau sich abwärts ziehenden
Ebene bildet. Ein Rücken desselben, der Meißauerberg, auch Kuhberg
genannt, gewährt eine herrliche Aussicht nach Böhmen, Al tenburg,
dem Wallfahrtsorte Drey-Eichen bi^ auf die sieyerischen Alpen.
Manns burg, illyr. großes Pfarrdorf im Laibacher Kreise Krams
an der Pischat, mit einem Schloß und schönen Garten. Unter den Ein,
wohnern gibt es mehrere Handelsleute und Kramer, die mit Landespro-
ducten, italienischen Früchten:c. Handel treiben.
Mannsfeld, Joh. Ernst, k. k. Stämpelgraveur, Kupferste-
cher und Schriftschneider in W ien , war geboren zu Prag den17.Iuly
1738. Nach erhaltenen Vorkenntnissen kam er nach Wien , besuchte
daselbst die k. k. Akademie der bildenden Künste, übre sich fleißig in der
Zeichnung und verlegte sich in der Folge ohne besondere Anleitung auf
die Kupferstecherkunst, in welcher er es auch zu einem bedeutenden Grad
von Kunsthöhe brachte. I. M. S ch muz er's Schule ist in seinen Lei-
stungen übrigens nicht zu verkennen. Er starb als k. k. Stämpelgraveur
zu Wien den 22. Februar 1796. Unter seinen vielen Arbeiten sind als
besonders gelungen anzuführen: La kille de I'ancrede, nach Tur i-
no, das Portrait Metastasio's nach S te ine r , jenes des Gra-
fen Hadik nach Weikert j , des Feldmarschalls Lascy, dann je-
nes des damahligen engl. Gesandten in Wien, Mur ray Keith
nach Graf f .
Mannsfeld, I oh . Georg, k. k. Hof-Antikencabinets-Zeich-
ner, Kupferstecher und Inhaber einer Schriftgiesierey in Wien , war
1763 daselbst 'geboren, studirte an der k. k. Akademie der bildenden
Künste, bildete sich in der Kupferstecherkunst hinlänglich aus, wie er
denn besonders deren technischen Theil vollkommen inne hatte, und er-
richtete in der Folge eine bedeutende Schriftgießerey, die in sehr lebe
haftem Betriebe war. Er starb zu Wien den 21. Dec. 1817. Seine
sehr zahlreichen Werke, meistens Portraits, Kupfer in Taschenbücher
und andere ähnliche Leistungen zeigen von großer Fertigkeit und tüchti-
ger Zeichnung, erscheinen aber größtentheils etwas kalt und hart.
Mantua , Ddlegation in der Lombardie, hat eine Ausdehnung
von 41 Q. M. , worauf in 1 Stadt, l5'Marktflecken und 57 Dör-
fern 230,500 Menschen gezählt werdet. DieDelegation erhält ihreBe-
wässerung durch viele Canäle und die Flüsse Po, Mincio, Secchia.
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe I-M, Band 3
- Titel
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Untertitel
- Buchstabe I-M
- Band
- 3
- Autoren
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Verlag
- H. Strauß
- Ort
- Wien
- Datum
- 1835
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.3 x 22.0 cm
- Seiten
- 768
- Schlagwörter
- Nachschlagewerk, Biografien
- Kategorien
- Lexika National-Enzyklopädie