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N7 a r i e n b a d.
mus ein leere? Wagen in die schwindelnde Tiefs hinabroNt, während ein
beladener hinaufgezogen und so ohne großen Kostenaufwand das Holz
den Berg hinaufgebracht wird. Täglich gehen 50—60 Klafter auf diese
Weise über den Aufzug. Dreyviertel Stunden südlich von M.-Z. an de,
Mündung des Aschbachcs in die Salza, nächst der sehr romantischen St.
Siegmundscapelle ist das große ararische Eisengußwerk mit 3 Schmelz:
öfen, welches seit 1750 betrieben wird. Schließlich ist noch zu bemerken,
daß der Weg von Wien bis M.-Z. überMödling, Br ie l , Hei.
l igenkreuz, Al tenmarkt, L i l ienfeld, Tirnitz, Annaberg,
Iosephsberg und Sebastiansberg durch die romantischsten Ge,
genden führt, die Straße ziert manch ex voto Bild glücklich überstan«
dener Gefahren, mitunter aber auch Unglücksfalle mancher Art bezeich-
nend. Der schöne Waldstrom Traisen begleitet von St . Vei t bis un,
gefähr gegen den Annaberg zu, den Weg,, bey Regengüssen wird er
manchmahl ziemlich furchtbar.
Marienbad, Badeort im Pilsener Kreise Böhmens, zur Pra,
monstratenser-Stiftsherrschaft Tep l gehörig. M. besitzt 5 Mineralquel-
len: Den Kreuz-, den Carolinen-, den Ambrosius-, den Ferdinands-
und den Marienbrunnen. Die ersten vier benützt man meistens zum Trin-
ken, den letzten bloß zum Baden. — Der in Serpentinstein gefaßte
Kreuzbrunnen quillt am südlichen Fuße des steilen, mit Tannen und
Fichten bewachsenen Steinhaues aus halbverwittertem, porphyrartigem
Granit. Ihn umgibt ein prächtiger Säulengang, dessen Dach auf 72
gemauerten Säulen ruht. Die Analyse des Kreuzbrunnens von I.Ber-
z eli us gibt auf 1000 Theile des Wassers folgendes Resultat:
Schwefelsaures Natron . . . . . . . . 4
Kochsalz . . «» .. . . » . . » .
Kohlensaures Natron . .
Kohlensaures Lithion ,0.49
Kohlensauren Kalk . . . . . . . . . . 0,5,-3
Kohlensauren Strontian . . . . . . . . 0,<,<,<>5
' Kohlensaure Talkerde . / . .
Kohlensaures Manganoxydul . . . . . . .
Kohlensaures Eisenoxydul
Basisch-phosphorsaure Thonerde
Kieselerde
Undeutliche Spur von Flußspath. . >
Der Carolmenbrunnen kommt aus einem Moorboden hervor. Sel-
ne Quelle ist mit einem schönen Tempel überbaut. Die Analyse dieses
Brunnens ist nach Reuß und Ste inmann folgende:
In! PfllNd
' mcdic. M
Schwefelsaures Natron . .
Kohlensaures Natron 1,^ .
Salzsaures Natron 0,^.5
Kohlensaurer Kalk 1, .
Kohlensaure Bittererde !
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe I-M, Band 3
- Titel
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Untertitel
- Buchstabe I-M
- Band
- 3
- Autoren
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Verlag
- H. Strauß
- Ort
- Wien
- Datum
- 1835
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.3 x 22.0 cm
- Seiten
- 768
- Schlagwörter
- Nachschlagewerk, Biografien
- Kategorien
- Lexika National-Enzyklopädie