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57tt Mark, (Quirin. — Marmor.
rial-Laufbahn vorgerückten Beförderungen liefern den Beweis der Ver-
dienste van der M.'s, die er sich durch unermüdete Verwendung, durch
den feurigsten Patriotismus, durch Geradheit und Biedersinn erwor-
ben hat; 1309 nach 50jähriger Dienstzeit wurde van der M. jubilirt.
Er starb den 9. Iuly 1813 zu Baden nächst Wien, 74 Jahre all.
Mark, (Quirln, geschickter Kupferstecher, wurde geboren zu
Li t tau in Mähren den 20. Iän. 1753. Nach zurückgelegten Schul-
studien kam M. nach Wien, besuchte daselbst die Akademie der bilden-
den Künste, und bildete sich unter der Leitung des berühmten Professors
Iac. Schmuzer zu einem wackern Künstler aus, der bald Selbststän-
diges leistete, und sich durch Reinheit und Kraft der Ausführung ge-
rechten Ruhm erwarb. Auch bildere M. mehrere sehr brave Schüler, un-
ter andern den rühmlich bekannten Blas iusHöfe l . Er starb zuWien
1311. Seine Blätter sind ziemlich zahlreich, die Vorzüglichsten der-
selben sind: Bildnisse der römischen Kaiser von Julius Cäsar bis
Franz I I . zuGeusau'sText. —Bildnisse der Päpste ebenfalls zu Geu-
sau's Text.-—VerschiedeneStücke in dem sogenanntenWienerKaufrufe.
—- Die kindliche Liebe, nach Mad. Pelisky. — Madonna mit dem
schlafenden Iesukinde, nach Luc. Giordano. —Cleopatra, welche
dem Augustus die Büste Julius Cäsars zeigt, nach P. Bat toni . —
Eine schlafende Venus mit dem Amor, nach Franceschini.— Su-
sanne mit den beyden Alten, nach Rubens. — Diogenes und Alexan-
der.— Herodias, nach F. v. Thulden. — Cimon und Pero, nach
Mad. Pelisky. — Der verliebte Geizige, nach Braun. Mehrere
Stücke in dem Werke: Cnoix de pierres grgvees du Cakinet Impe-
i-ial des Antiquen etc. von Abbe Eckhel 1738. Endlich mehrere
Portraits, worunter auch jenes Napoleon's.
Marmaroser Gespanschaft in Ungarn , mit 115,000 un-
garischen, slavischen, walachischen und deutschen Einwohnern auf einem
Flachenraum« von 179 Q. M. in 5 Marktflecken, 157 Dörfern und
1 Prädium; ist sehr gebirgig, hat ungemein ausgedehnte Waldungen,
und einige fruchtbare Thaler, und wird durch die Flüsse Theiß, Ber-
sava, Nagyas, Tarozt und Visso bewässert. Producte: Korn, Obst,
Hafer, Flachs, Holz, Steinsalz, Silber, Eisen, Edelsteine. Vieh-
zucht und Bergbau werden stark betrieben.
Marmor (Naturproduct). Mehrere Provinzen des österr.
Kaiserstaates liefern M. in außerordentlicher Menge von verschiede-
nen Farben und Härten, auch ganz weißen, der dem carrarischen an
Ansehen ganz nahe kommt. In Osterreich unter derEnns wnd
in den südlichen Kalkgebirgen in der Gegend von Li l ienfeld, Z ö-
gersbach , Ti rn itz :c. schöner und brauchbarer M. gebrochen.
Der sogenannte Ruinen-Marmor von Klosterneuburg kommt dem
fiorentinischen an Schönheit nahe, auch am Sonntagberge nächst Seil
tenstetten findet sich ähnlicher. — In Oberösterreich liefert be-
sonders der Salzburger - District M. Die bekanntesten Brüche die-
ser Art sind die am Ilntersberge, besonders in der Nahe des Fürsten-
brunnens, dessen schöne Marmore bereits zu zahlreichen Bauten verwenc
det wurden, dann bey Adm ont, Sp itat am Pih rn u. a. O. Auch
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe I-M, Band 3
- Titel
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Untertitel
- Buchstabe I-M
- Band
- 3
- Autoren
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Verlag
- H. Strauß
- Ort
- Wien
- Datum
- 1835
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.3 x 22.0 cm
- Seiten
- 768
- Schlagwörter
- Nachschlagewerk, Biografien
- Kategorien
- Lexika National-Enzyklopädie