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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe N-Sed, Band 4
Seite - 631 -
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S c r e t a. loren habe, und sich daher des Bücherschreibens in Zukunft gänzlich ent« halren müsse. Und schon das folgende Jahr 1787 war das letzte seines Lebens. Er war einer Menge gelehrter Gesellschaften Mitglied und un- terhielt einen ausgebreiteten lllerarischen Briefwechsel mtt den berühm- testen Gelehrten von Europa, die vorzüglich in Gegenstanden der Che- mie und Botanik, sich bey ihm, wie bey einem Orakel Raths erholten. Screta Ssotnowsky v. Z^worzicz, Carl , berühmter Maler, war um 1604 in Prag geboren. Die Unruhen des 30jährigen Krieges zwangen ihn, sein Vaterland zu verlassen und sich nach Italien zu begeben. Er besuchte zuerst Venedig, wo er sich einige Jahre auf- hielt, und dann Bo log na und Florenz, so wie auch l634 Rom. Hier fand sein Geist hinlängliche Nahrung. Er studirte die Kunstwerke der alten, so wie auch der damahligen neu berühmtesten Künstler, beob- achtete Alles, was ihm mit der Zeit nützen konnte. Deßwegen zeichnete er alle vorgefundenen Kunstwerke zu seinem Gebrauche ab. Zugleich be- suchte er die vornehmsten Schulen und bemühte sicr,, der Bekanntschaft und Freundschaft eines jeden berühmten Malers, Bildhauers und Stein- schneiders durch seinen anhaltenden Fleiß sich würdig zu machen. Dadurch gewann er das Zutrauen dieser Manner und nahm an Kenntnissen so sehr zu, daß man ihm ein öffentliches Lehramt an der Akademie zu Bo- logna antrug. Er kehrte aber lieberm sein Vaterland zurück. Zu Prag mußte er sowohl für den böhmischen Adel, als den Kaiser Ferdinand I I I . Gemälde verfertigen. Dadurch erwarb er sich Vermögen, Ruhm und allgemeine Achtung. Der Altstädter Magistrat ertheilte ihm das Bürgerrecht, die Malerbrüderschaft in der Altstadt Prag wählte ihn 1644 zum Mitgliede, und 1652 zu ihrem Oberältesten, welches Amt er aber in der Folge wieder niederlegte. Der Kaiser belohnte ebenfalls seinen Eifer für die Kunst damit, daß er ihn mit dem der S.schen Fa- milie von Ferdinand I I . benommenen Adel abermahls beschenkte. In diesen glücklichen Umständen arbeitete er mit vielem Beyfalle bis 1674, in welchem er im 70. Jahre seines Alters starb. Unter seinen zahlreichen Gemälden sind bemerkenswert!): Eine Taufe Christi , für die Pfarr- kirche zu S t . Stephan in der Neustadt P rag ; eine Himmelfahrt Mar iens für den Hochaltar derTheinkirche in Prag ; der englische Gruß; eine Cathar ina , Jesus, M a r i a , Joseph, ein Altar- blatt in derselben Kirche; eine Enthauptung der h. Ca thar ina , in der Kirche zu St . Benedict auf dem Hradschin inPrag; ein Altar- blatt. Die Marter des h. S tephan; ein Hochaltarblatt in der bischöf- lichen Kirche zu L eitm eritz; die Geburt des h. Wenzel , die Nie- derreißung der Götzen und Drahomirens Versinken waren unstrei- tig die schönsten Stücke aus dem von S. größtentheils gemalten Leben dieses Heiligen im Barfüßer-Augustiner-Kloster in der Neustadt P rag ; ein h. Anton von Padua in derFranciscanerkirche zu Pechin; ein Erzengel Michael in der Pfarrkirche zu Ober-LeitenSdorf, als Hochaltarblatt, für welches ec3000Gulden erhielt;einh.Johann von Nepomuckals Hochaltarblatr; ein H.Wenzel , ein Hochaltarblatt, nebst 14 großen Gemälden, die das Leben dieses Heiligen darstellen, in der Collegial-Kirche zu Altbunzlau.DieZahlseiner größeren Gemäl- de übersteigt 60.
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe N-Sed, Band 4
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe N-Sed
Band
4
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
660
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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