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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe N-Sed, Band 4
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Sedlaczek, tvi lh. — Sedlniyky, die Grafen. Männern des Kaiserthums, vorzüglich Böhmens, und mit den meisten Redactionen in literarischer Verbindung. In letzter Zeit versuchte er sich auch in latein. Gedichten und übersetzte das neueste Volkslied ins Latei- nische. Seine Leistungen fänden auch Anerkennung. So ertheilte ihm der Magistrat Pilsens 1821 das Ehrenburgerrecht; der russische Kai. ser, Alexander, beschenkte ihn zur Zeit seiner Anwesenheit zu Pi l - sen für seine mathematischen und physikalischen Schriften und ein über» teichtes böhm. Gedicht 1823, mit einem kostbaren Brillantringe. Die Fürstinn Therese Mathi lde v. Thurn-Taxis, geborne Herzoginn von Mecklenburg-Strelitz, beehrte ihn für einige literarische Producte mit einer goldenen Tabatiere. Die Kaiserinn Caröl ine Auguste schenkte ihm für die ihr zugesandten bähm. und deutschen Oedichte zur vier- zigjährigen Regierungsfeyer des verewigten Monarchen Franzl . 1832 einen kostbaren Krystallbecher mit einem kunstvollen silbernen Deckel und derley Tasse; und jüngsthin hat Kaiser Ferdinand demselben mittelst Cabinetsschreiben vom 11. Sept. 1835 die mittlere goldene Civil-Ver- dienst- Ehrenmedaille verliehen. S. starb am 2. Febr. 1836. Sedlaczek, tvi lh., regulirtet Chorherr von Klosterneüburg und Sonntagsprediger an der k. k Hofcapelle in Ni en, ist geboren zu Seelowitz in Mähren den 6. Iuly 179Z, trat nach vollendeter Phi- losophie in das Stift Klosterneu bürg dett 1. Nov. 1810; die Theo- logie studirte er an der theolog. Hauslehranstalt und legte 1813 Profeß ab. Im September 1816 ward er zum Priester geweiht, 1317 Profes- sor der Moraltheologie im Stifte, 18l9 Novizenmeister und wegen sei« nes Predigertalentes 1620 zum Hofprediger in Wien ernannt. Er ist auch Neligionslehrer der jüngern Prinzen und Prinzessinn des ErH- herzogs Carl. S. zeichnet sich durch seinen Vorkrag aus. Nur wenige einzelne seiner Predigten sind bisher gedruckt. Sedletz, ehemahliges Cisterzienserstift ick Czaslauer Kreise, bey Kuttenberg in Böhmen, jetzt eine k. k. Tabakfabrik, die jährlich 5,200 Ctr.Schnupf-und 43,000Ctr. Rauchtabak producirt. Sehenswertbistiie große, im gothischen Style erbaute, Kirche, die in der Ferne den Ddm ;u St . Ve i t in Pliag darstellt. Auf dem ungeheuern Kirchhofe, wel- cher zur Zeit der Kreuzzüge mit Erde aus dem heil. Lande gefüllt ward, steht ein doppeltes Kirchlein, wovon das untere ein wöhleingerichtetej Bein haus ist. Sedtty, böhm. Dorf im Saazer Kreift, in der Nähe von Brüx, seit langer Zeit bekannt durch sein Bitterwasser, das aber erst seit 1712 mehr in Gebrauch kam. Es befinden sich dort 10 Bitterwasserbrunnen, di.e um 20—30 Klafter tiefer liegen, als die Brunnen von Said- schitz (s. d.) Sedl iy, böhm. Marktflecken vott l,Ü00 Einw./ im Prachiner Kreise, mit einem Schlosse und ansehnlichem Thiergarten, der schon vor mehr als 30 Jahren errichtet wurde; ein Beweis, daß man in Böhmen früher als in manch anderem Lande den Wildschaden zu vermin- dern gestrebt hat. Sedlniyky v. Tholt iy, die Grafen, schreiben ihren Ursprung den Zeiten des mächtigen großmähr. Reichs nm das 9. Jahrhundert.
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe N-Sed, Band 4
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe N-Sed
Band
4
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
660
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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