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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe See-V, Band 5
Seite - 52 -
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52 S i l d e r t. Altwoschih, Preßnitz,Weip ert,Kuttenberg, Platten u.a.O. gewonnen, so daß man die jahrliche Ausbeute Böhmens auf beynahe 21,000 Mark annehmen kann. — In Mahren wurde der einst so be- rühmte und ergiebige Bergbau auf S. und Gold zu Ig lau vor vielen Jahren schon wegen der starken Einbuße aufgelassen, und die später gemachten Versuche bey Po horz, Wisternitz u. a. O. blieben eben- falls ohne Erfolg. — Galizien liefert ebenfalls kein S. In der Bu- kowina jedoch ist zuKirlibaba ein Silber-und Bleybergwerk, woraus jahrlich ungefähr500MarkS.gewonnen werden.— In Ungarn besitzt Schemnitz den größten Verqbau anfS., außerdem auch Kremnitz, F elso- Bänya und andere Nerke. Nur allein in Schemnitz soll in früherer Zeit die Ausbeute auf 90—100,000 Mark gestiegen seyn, ge- genwärtig wird für ganz Ungarn als Mittel, 94,500 Mark angenommen, obwohl auch vielleicht noch diese Summe zu groß seyn dürfte. — In Siebenbürgen ist der Bergbau auf eigentliche Silbererze wenig be- deutend, doch gewinnt man überall S., wo Gold ist. Die jahrliche Erzeugung an S. betragt im Durchschnitte 3,000—5,000 Mark. — In der Militärgränze gewinnt man etwas S. in den Bleybergwerken von Ruszk'berg, Beretzk, Rodna ;c. Die gesammte Ausbeute an S. in der osterr. Monarchie dürfte jährlich nach einer ziemlich wahr- scheinlichen Berechnung an 103,000 Mark betragen. Silbert, Ioh. Pet., emerit. Professor der französ, Sprache und Literatur am polytechnischen Institute in Wien, Ritter des päpstl. Ordens des heil. Gregor 4. Classe, ist geboren zu Co lmar im El- saß den 29. März 1777. Auf Anlaß der Revolution rerließ er sein Va- terland, vollendete seine Studien auf der Universität zu Mainz und begab sich späterhin in die osterr. Staaten. Von Wien erhielt er einen Ruf nach Siebenbürgen, lehrte zu Klausenburg am kö'nigs. Con- vict und an dem Collegium, und nahm später die Stelle eines Zeich- nenmeisters an ter National-Hauptschule zu Kronstadt an, wo er auch als Professor am Gymnasium diente. Nach einigen Jahren kehrte er nach Wien zurück, und erhielt obige Stelle, von welcher er 1835 auf sein Ansuchen enthoben wurde. Im Drucke gab er unter Andern heraus: Der Handlungscorrespondent, Wien 1817. — Lehrbuch der französ. Sprache, eb. 1318. — Die heil. Lyra, eb. 1819; 2. Aufl., 2320. — Dom heiliger Sänger, mit e^ iner Vorrede von Friedr. v. Schlegel, eb. 1820. — Prudentius's tzeyergesänge, eb. 1820. — Emanuel, Adventbuch, eb. 1820. — Schriften des heil. Bernhard, mit einer Vorrede von I. M. Sailer, 1. Thl., eb. 1820; 2. Thl., Frankfurt a. M. 1322. — Leitsterne auf der Bahn des Heils, 6 Bde., Wien 1821—26. — Theotimus über die Liebe Gottes, München 1822. — Geheiliget werde dein Nahme, Gebethbuch, eb. 1826. — Das evangelische Jahr, eb. 1326. — Des heil. Augustinus 22 Bücher von der Stadt Gottes, eb. 1326. — Die heil. Schrift, Würz- burg 1826. — Der goldene Weihrauchaltar, Wien 1828. — Gegrü- fet seyst du Maria! Gebethbuch, 2. Aufl., eb. 1329. — Geschichte von Paraguay und den Missionen der Gesellschaft Jesu in diesen Län- dern, aus dem Französischen des Charlevoir, 2 Thle., eb. 1830.
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe See-V, Band 5
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe See-V
Band
5
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
604
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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