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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe See-V, Band 5
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I6 Skerbinz. — Skorodynoki. schöne Crjesuitenkirche, ein Barmherzigenkloster, ein Franciscanerklo- sier mit einem Gymnasium (ohne Humanioren) und eine Hauptschule. Die Einwohner/ beynahe durchgangig Slowaken, verfertigen viele blaue Tuchec, Casimir, Zeug- und Kronrasch und Mühlbeuteltücher. Inder Nähe wird viel Hanf gebaut; ein Marmorbruch gibt guten Marmor. ^ Skerbinz / Pascal, Guardian der Franciscaner in Wien, geboren in der Sradt Weichselburg in Kram den 1. Oct. 1780, absolvirte seine Studien an dem k. k. Lyceum zu Laibach, trat 18l)0 in den Franciscaner-Orden, wo er 1302 Profeß ablegte und 1803 zum Priester geweiht wurde. 1804 kam er zum Lehramte am Gymnasium zuNeustadtl; lehrte 1 Jahr die dritte Normalclasse, 2 Jahre Gram» matik und Syntax, 2 Jahre Syntax und griechische Sprache. 1309 wurde er nach Laib ach übersetzt, als Coöperator an der Franciscaner- Ordens-Pfarre und Provinzsecretar; 1810 wurde er Pfarrer, alswel« cher er einen ganzen Jahrgang (1313) Sonn- und Festtagspredigten in krainerischer Sprache zum Drucke beförderte. Da er nicht unter der fran, zosischen Regierung stehen wollte, begab er sich 1804 nach Wien, wurde in die österr. Franciscanerprovinz aufgenommen, und zu Wien als Prediger, Novizenmeister und Ordenssecretär angestellt, dann zum Guardian ernaynt, in welcher Eigenschaft er den 29. Jan. 1324 starb. Seine Schriften sind: Fastenpredigten über das Leiden Jesu, Wien I813. — Fastenpredigten über die 7 Hauptsünden und die ihnen entge- gengesetzten Tugenden :c., eb. 1813. — Fest- und Gelegenheitspredig- ten, 2 Bde., eb. 1820, und viele einzelne Predigten. Sklenü (Glashüttenbad), ungar. Dorf im Barser Comitat, ein nicht unansehnlicher Badeort in einem reizenden Thale und einer romantischen und angenehmen Lage. Die 4 Schwefelquellen entspringen am Fuße eines Hügels, haben eine Temperatur von 44° Reaumur, sind ärarialisch und werden unentgeldlich gebraucht. In dem Hügel hat die Natur selbst eine Grotte gebildet, das Schwitzloch genannt, welche zum Schwitzbade gebraucht wlrd. Hier sind Bänke in den Tuffstein ge- hauen, auf welchen 20 Personen Platz sinden ; aber die Hitze ist so groß, daß auch der stärkste Mann es nicht länger, als eine halbe Stunde dar- in aushalten kann. Skole, galiz. Marktflecken im Stryer Kreise, in einer waldreichen Thalgegend am Bache Opor, mit einem Schlosse, einem Eisenbergwerk und Hammerwerk, aus 56 Gruben, 2 Hochofen, 6 Zeughämmern und Z Nagelschmieden bestehend, mit einem jahrlichen Erzeugnisse von 1,023 Ctr. Roheisen > 93 Ctr. Gußeisen, 599 Ctr. Stab- und Stangen- eisen, 12 Ctr. Blech und 29,000 Nägeln, und mir einer grafi. P o- to ck i'fchen Glasfabrik, die auch geschliffene Gläser erzeugt. Skorodynski, Nicol., Bischof, des griechisch-kathol. Ritus zu Lemberg, war 1757 zu Zboron in Galizien geboren, studirte als Zögling des griechisch-kathol. General-Seminars auf der Universität in Wien die Philosophie, die Theologie und die Rechte, wurde, als er in sem Vaterland zurückkehrte, zum Professor der Pastoraltheologie in dem Diöcesan-Seminar zu Lemberg, und .1783 zum Vicerector
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe See-V, Band 5
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe See-V
Band
5
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
604
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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