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Solotwina. — Sommariva. 69
mungen, so wie die/ ohne alle Aussicht auf pecunisren Gewinn l330
übernommene: Sammlung der Berggesehe der österr. Monarchie, welch'
letzterer Unternehmung (gegenwartig in der k. k. Staatsdruckerey fort-
gesetzt) S. bedeutende Opfer brina/n mußte. Seine Ausgaben von
Shakespeare's und Calderon's Werken, beyde sowohl in kleinen
Bandchen, als auch in schöner Großoctav-Ausgabe complett in einem
Bande, wovon er Vieles neu übersetzen ließ, sind sehr beliebt und fan-
den , besonders erstere, die lebhafteste Theilnahme und guten Absatz.
Übrigens ist noch bey S.'s Leistungen, vorzüglich bey abgeschlossenen
und bedeutenden Werken die gute Schwarze und seine Sorgfalt für strenge
Correctur unbedingt zu loben.
Solotwina, galiz. Städtchen imStanislawower Kreise, ander
westlichen Bistrica, der Hauptort einer an Waldungen sehr reichen Ge-
gend, hat 2,500 Einwohner, eine katholische und eine griechisch-unirts
Kirche.
Sol ta , zum Kreise Spa la to in Dalmatien gehörige Insel
des adriatischen Meeres, ^welche öhl und Wein trägt, und vortreffli-
chen Honig liefert.
Somma, lombard. Marktflecken auf der Heide dieses Nahmens,
in der Delegation Ma i land , ehemahls eine Apanage derViscont i .
In dieser Gegend setzten die Elephanten Hannibal 's auf Flößen über
den Ticino, und hier schlug dieser carthagische Feldherr den römischen
Consul Pub l ius Cornel ius Sc ip io . Man sieht in der Ebene
zerstreute Grabhügel, wo man, eben so wie in der ganzen Umgegend, rö-
mische Inschriften gefunden hat.
Sommar iva, Hannibal Marquis v. , k. k. wirll. geheimer
Rath, Capitan der Trabanten-Leibgarde und Hofburgwache, General
der Cavallerie, Nitter des Ordens der eisernen Krone 1. Classe, des
Maria - Theresien- und des russ. St. Alexander - Newsky - Ordens,
Inhaber des Cürassierregiments Nr. 5, commandirender General in
Osterreich ob und unter der Enns und Salzburg, Commandant der
Haupt- und Residenzstadt Wien, wurde am 10. März 1755 zu Lo d i in
der Lombardie geboren. Sein Vater war Emi l Marquis v. S . , aus
einem sehr alten, adeligen Geschlechte, welchem im Laufe von Jahr-
hunderten viele ausgezeichnete Kriegsmänner und Cardinäle angehörten.
Indem ^ollegio 6ei Kobili zu Mai land erzogen, zeigte er ein?
ganz bestimmte Neigung und sehr glückliche Anlagen für den Kriegs»
dienst, und wurde aufVerwendung seines Grofioheims, des Feldmarschall'
Lieutenants S. in österr. Diensten, schon in seinem 16. Jahre, 1771
von der Kaiserinn Mar ia Theresia zum Unterlieutenant im Drago-
nerregimente Bet ton i ernannt. — 1773 erkaufte ihm sein Vater ei.le
Second-Rittmeistersstelle in demselben Regiment. In dem kurzen Feld-
zuge gegen Preußen 1773 fand S. die erste Gelegenheit, sich auszu-
zeichnen, und wurde zum ersten Rittmeisterbefördert. — I m Türkenkriege
bewies er vielfältig seinen Eifer und seine militärischen Anlagen. Kaiser
Joseph ernannte ihn 1739 zum Major. 1793 wurde er zum Oberst-
lieutenant befördert, und mit 2 Schwadronen seines Regiments zur
Armee in die Niederlande beordert. Die Schlacht bey Famars, die
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe See-V, Band 5
- Titel
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Untertitel
- Buchstabe See-V
- Band
- 5
- Autoren
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Verlag
- H. Strauß
- Ort
- Wien
- Datum
- 1835
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.3 x 22.0 cm
- Seiten
- 604
- Schlagwörter
- Nachschlagewerk, Biografien
- Kategorien
- Lexika National-Enzyklopädie