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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe See-V, Band 5
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Sonntagohorn. — Sontag. 8l umliegenden zerstreuten Bauernhofe und wird in manchem Sommer von beynahe 60,000 Pilgern besucht. Sonntagshorn, 6,062 Wiener Fuß hoher Berg bey Unken im Salzburger Kreise Oberö'sterreichs. Sontag, senriene, ist 1303 zu Coblenz geboren. Von ihren Ältern, welche selbst Schauspieler waren, für die Bühne bestimmt, trat sie bereits als Kind von 5 Jahren auf dem Frankfurter Theater im Donauweibchen als kleine Salome auf, erwarb sich auch bald eine ziem- liche Ausbildung der Stimme. 9 Jahre alt, verlor sie ihren Vater und ging nun mit ihrer Mutter, einer sehr gewandten Schauspielerinn, nach Darmstadt und von danach Prag, wo sie den Unterritch des Con- servatoriums für Musik erhielt, im 12. Jahre daselbst mit ausgezeichne- tem Erfolge auftrat und bey wachsendem Beyfall in Wien für die deut- sche Oper engagirt wurde, aber auch mit großem Beyfalle in der italie- nischen Oper sang, und sich vorzüglich nach der damahls gefeyerten Sängerinn, Fod or - Mainvi l le, bildete. 1324, nach Auflösung der italienischen Oper in Wien mächte sie ihre erste Kunstreise, trat auch in Leipzig in mehreren Gastrollen auf^ gefiel sehr und wurde beson- ders alsNosine undEu ry ant he mit stürmischemBeyfall belohnt. In demselben Jahre wurde sie nebst ihrerMutter und jüngsten Schwester an dem Königstadter-Theater in Berl in engagirt, und gewann durch die reizendste jugendliche Anmuth und durch Kunstfertigkeit,des Vortra- ges einen unerhörten Beyfall, der sich steigernd bis zur Übertreibung erhob. Unter Journalisten erhob sie sogar Fehde, angefacht durch Nel l« st ab's Roman: „Die Sängerinn Henriette," und durch die fortgesetzten Angriffe Saphir's (s. d.); allein S. erhielt sich fortwährend in der Gunst des Publicums und des Hofes, wurde zur königl. Hof- und Kam- mersängerinn ernannt und ging zur königl. Bühne über. Die Urlaubs« zeit 1326 benutzte sie, Gastvorstellungen in Paris zu geben, kehrte zwar über Frankfurt am Main und Weimar nach Berl in zu- rück, nahm aber 1327 ein zweyjähriges Engagement in Paris an, und erhielt da, so wie in L ondön, wohin sie 1823 zu Gastvorstellun- gen in der italienischen Oper ging, den rauschendsten Beyfall. Ende 1323 verheyrathete sie sich mit einem Grafen Rossi, welcher früher bey der sardinischen Gesandtschaft in Holland angestellt war, und betrat dieBühnenurnoch auf ihrer letzten großen Kunstreise in Ber l in, wo sie ihre dramatijche Laufbahn mit der Semiramis von Rossini schloß; dann besuchte sie als Concertsängerinn Petersburg und Moskau/ und kehrte über Hamburgs wo sie zum letzten Mahle sang, nach den Niederlanden zurück. Die Heyrath ward nun öffentlich erklärt, und sie lebte eine Zeitlgng mit ihrem Gatten im Haag. Später ward Graf No ssi nach Neapel zurückberufen, um als sardinischer Geschäftsträ- ger nach Rio-Ianeiro gesendet zu werden. Schmelz und Reinheit ihrer Stimme, künstlerische Ausbildung derselben und Annehmlichkeit des Spieles sicherten ihr diesen glänzenden Erfolg und eine allgemeine Aner- kennung. Ihre Hauptrollen waren: Rosine in Rossini's Barbier von Sevilla; die Italienerinn in Algier; Cenerentola; Helene im Fräulein vom S»ee; Donna Anna im Don Juan; Prinzessinn von Navarra; Oesterr. N«t. Encyll. Vd. V ^
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe See-V, Band 5
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe See-V
Band
5
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
604
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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