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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe See-V, Band 5
Seite - 88 -
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Seite - 88 - in Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe See-V, Band 5

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88 Spanischer Succeslionskrie g. Mann nach Italien rücken (1700). Dieser erfocht daselbst die Siege bey C a r p i , Ch ia r i und Lucer ia , und bekam 1702 selbst den franzö- sischen Marschall V i l l e ro i zu Cremona gefangen.König Wi lhe lm I I I . von England und die Republik der Niederlande, Portugal, das deutsche Reich mit Ausnahme der Churfürsten von Cöln und Bayern, und zuletzt auch der Herzog von Savoyen, traten auf Kaiser L e o p o l d's Seite, und erkannten seinen zweyten Sohn C a r l als König von Spanien. Der englische General M a r l b o r o u g h landete mit einem englischen Bundesheere in den spanischen Niederlanden, um diese für das Haus Österreich gegen Frankreich zu behaupten. Die Vereinigung der Bayern und Franzosen unter Marschall T a l l a r d , wurde durch den vom Prinzen Eugen und Mar l bo rough am 12. Aug. 1704 bey Hochstadt erfochtenen Sieg vereitelt. Erzherzog C a r l , zum König von Spanien bestimmt, landete auf einer englischen Flotte in L issa« b o n und wurde in Arragonien / Catalonien, auf den Balka- ren und von vielen Großen als König anerkannt. Die Städte B a rcel« lona und Va lenc ia ergaben sich ihm gleich anfangs; aber in M a« dr id konnteer erst nach einem von S ta rhemberg bey Saragos- sa erfochtenen Siege seinen Einzug halten, wo er als König Car l I I I . gekrönt wurde. Schon früher war Kaiser Leopoldgestorben; sein erst, geborner Sohn und Nachfolger, Joseph I,, erbte mit dem väterli, chen Reiche den Krieg, den er wahrend seiner kurzen Regierung durch dcn großen Eugen auf das glücklichste fortsetzte, ohne jedoch das Ende zu erleben. Prinz Eug en vertrieb nach der Schlacht bey Hochstadt die Franzosen aus Italien (1706) und drang in Frankreich bis Toulon vor, welche Stadt auch zur See von der englischen und hollandischen Flotte belagert wurde. Ganz Oberitalien war nun im Besitze des Kai» fers. General D a u n rückte mit einem österr. Heere nach Neapel, und nahm auch dieseS Königreich in Besitz. Papst Clemens X I . , welcher anfangs für Frankreich gestimmt war, sah sich genöthigt, im Frieden mit Osterreich 1709 den Erzherzog Ca r l als König von Spanien und Sicilien anzuerkennen. Denselben glücklichen Erfolg hatten hierauf die kaiserl. Waffen in den Niederlanden, als Prinz Eugensich daselbstnit Ma r l bo rough vereinigte. — Ludwig X IV . hielt bereits um Frie- den an, und schien bereit/ auch Spanien zu räumen, wo sein Enkel', Ph i l i pp V., sich mit abwechselndem Glücke behauptet hatte. Aber kaum hatten die Friedensunterhandlungen angefangen, so starb Kaiser Io- sephl . 1711. Bey der Nachricht von seinem Tode ließ C a r l in Spanien seine Gemahlinn El isabeth als Regentinn, und ein Heer unter dem Commando S ta rhem berg's zurück und schiffte sich in Bar- cel lo na ein, um die Regierung der österr. Monarchie zu übernehmen. England und Holland schloffen 1713 mit König Ludwig X IV . von Frank- reich den Frieden zu U t recht und erkannten dessen Enkel, Ph i l i pp V. , als König von Spanien. 1714 kam auch zwischen Frankreich und Osterreich der Friede zu Rastadt zu Stande. Car l V I . erhielt ron der spanischen Erbschaft die Her^o.qthümer Mailand und Mantua, das Königreich Neapel und die Insel Sardinien; außerdem die spanischen Provinzen in den Niederlanden mit der Bedingung, daß die vielen Fe,
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe See-V, Band 5
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe See-V
Band
5
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
604
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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