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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe See-V, Band 5
Seite - 299 -
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l e l e k i , das Geschlecht. 299 strenger Auswahl zusammengebrachte Büchersammlung, welche er mit der Bibliothek des evangel. Gymnasiums seinerVaterstadt vereinigthaben wollte, enthielt die besten meistens neueren Ausgaben der alten Classi- ker, von Heyne, Reiske, Wyttenbach u. A.; die besten Wer- ke im Fache der Kirchengeschichte, der Philosophie, Pädagogik, Theo- logie :c., aber keine Prediger, denn bey seinen Religionsvortragen be- schränkt^ er sich auf den Gebrauch der Bibel; es war nichts weniger als ein Überhäufen der Sprüche, es war ihm nur immer um eine licht- volleParaphrase zu thun. Von seinen im Druck erschienenen Schriften sind die vorzüglichsten: vcictl-ina cki-ikNana velut. in5tiwU0 lelicitatis consequenclae, Preßburg 1793, 2. Aufl. eb. 1807. — Kurze Ge- schichte der evangel.-luther. Kirche in Ungarn vom Anfange der Re- formation bis Leopold I I . , Göttingen 1794. — s^nwxls l in- ßU26 IatlN26 curn ^1-050^12 et pel-ioänloßi'k, Preßburg 1301. — Rede über die christl. Theilnahme an den )lngelegenheiten desVaterlandes, Brunn 1809. Außerdem gab er auch einen Presiburger Musenalmanach auf 1785 heraus, in welchem sich mehrere Gedichte von ihm befinden, fer- ner besorgte er die Herausgabe von Jacob Werner's Predigten, Preßburg 1790, und begleitete sie mit einer Vorrede, endlich lieferte er auch einige, größtentheils anonyme Abhandlungen in Windisch's ungarisches Magazin, so wie in Wächter's und Cleynmann's Bibliothek für Prediger und Schulmänner zc. — T. hat mehrere hand- schriftliche Ausarbeitungen philosophischen Inhalts, und eine ausführliche protestantische Kirchengeschichte beyder Bekenntnisse in Ungarn zurückge- lassen, wovon 1794 die oben erwähnte kurze Geschichte als ein der Ver- breitung des friedlichen Duldungsgeistes entsprechender Auszug bey. Vandenhöck und Ruprecht in Gö t t i n gen anonym erschien. -Teleki, das Geschlecht, führte vom 12. bis zum 15. Jahrhun- dert den Nahmen Garäzda von Mecsenics, und stammte aus Dalmatien her, wahrscheinlich als Nachkommenschaft der dortigen ehe- mahligen Despoten. Es besitzt den Adelsdrief von 1409 von König Siegmund, der den frühern mit enthalt. — Das Geschlecht G a- räzda theilte sich in zwey Äste; der eine behielt den Nahmen Ga- räzda, der andere nahm den Nahmen Sz i l ägy i an. Der Guber- nator Sz i l ägy i nennt in einem Schenkungsbrief die S z i l ä g y i Garäzda seine Anverwandten; auch die Gemse, im gemeinschaftlichen Wapen deutet dasselbe an. Ladis laus Sz i l ägy i und Michael undDionysiusGaräzda besaßen schon im Anfange des 15. Jahr- hunderts bedeutende Güter in Bosnien. Ihnen hatte der König Sieg- mund zu danken, daß der Rebelle H e t r o j a , Spalatoer Her- zog gedemüthigt, und das Zvorniker Schloß erhalten wurde. Ladis- laus S zil äg yi's Sohn war der Gubernator Michae l , und seine Tochter El isabeth war die Gemahlinn des Gubqrnators I o h . Hunyadi. Nach der damahligen Sitte mehrere Nahmen zu führen, hieß Szi lägyi 'sHaus auch Gereb. — Nachdem Bosnien 1414 von den Türken überschwemmt wurde, siedelten die Garäzda nach Ungarn über, und ließen sich in den Comltaten B iha r , A rad , Bekes und Zarand nieder. Hier brachten sie die Ortschaften Zägorh id , SzeZ
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe See-V, Band 5
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe See-V
Band
5
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
604
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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