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300 Te lek i , das Geschlecht.
und Telek an sich, und benannten sich nach diesen Garä;da von Za-
gorhid, die andere Branche von Sz«k , die dritte von Telek. Von
den Szskern blieb nur eine Tochter übrig; diese heyrathete ein Teleki,
und so vereinigten sich diese Äste in einen, welcher den Nahmen Szäki-
Telek i führte. — Im 16. Jahrhundert blühte Ioh . Garäzda.
Der polnische Kanzler und Capitän der Leibgarde, Zomoski , heyra-
thete dieTochter des Fürsten Bath ory , Griselda. Garäzda ward
zum Begleiter derselben erkoren, und verweilte viele Jahre in Polen.
Unter dem König Stephan Bä thory focht er als Brigadier wider
die Lithauer und Moskowiten. Nach Griselda's Tod kehrte er mit großen
Belobungen nach Siebenbürgen zurück, wo er sich mit Jud i th Fejes
vermählte, mit ihr eine Tochter Anna zeugte, und auf dem Schlacht-
feldunterSie gm und B a t h ory starb. An na heyrathet. Michael
T. v. Szek, welchem sie einenSohngleichfallsMichael, nebst2Töch-
tern, gebar. Dieser zweyte Michaelward derAhnherrallerspäterT. Er
ward geboren zuG ro ß ward ein 1634, und erzogen an Räkoczy's
Hofe, wurde er zum Capitan der Leibwache Georg I I . ernannt. Nach
dessen Tode ward er Michael Ap a f i's Minister und Feldherr, der
SchlösserHuszt und K ö vä r, wie auch der StühleCsi k, Gyergyö,
Käszo n, S e psi, Ke z d i, O rb a i , obersterHauptmann, Obergespan
der Comitate Fejer , Tor da, Ma rmaros , Haupt- Pachter der
Konigszehnten und des Dreyßigstgefalles; nach Apafi 's Todeden 15"
April 1690 zum Gubernator Siebenbürgens ernannt, und endlich zur
Belohnung für dieVermtttlung, daß Siebenbürgen wieder unter dieKrone
Ungarns kam, in den Orafenstand erhoben. Er fiel auf dem Schlachtfeld
im Kriege wider Emerich Tökely den 21. August 1690. Er war
Vater von 5 Söhnen und 7 Töchtern. Ein Sohn Michael I I I . ,
Capitan von Kövär , zeugte 5 Kinder; der andere Ladislaus nur
eine Tochter; der dritte Joseph ebenfalls nur eine Tochter; der vierre
Pau l eine Tochter und einen Sohne Adam, welcher mehrere Kinder
hinterließ; der fünfte, A lexander , hatte mit der ersten Gattinn,
Gräfinn Ju l ie Be th len , 3 Söhne, N ico laus, Ladislaus
und Ludwig , und eine Tochter, mit derzweyten2Söhne. ^. Söh-
neersterEhe. 1) N ico laus, Oberstlieutenant; 2) L adislaus I I . ,
geh. Rath und siebenbürgischer Oberstmundschenk, geb. den 14. Auguir
1710, gest. den 16. März 1773. Dessen Sohn' war Joseph I I I . ,
geboren den 1. August 1740, gest. den 1. Sept. 1796. In seinen jun-
gen Jahren war er Assessor bey der königl. Tafel in Siebenbürgen, und
Inspector des Klausenburger reformirten Collegiums; 1733 Aoministra-
ror des Bekeser Comitats; 1734 Obergespan Ves Ugocser Comitats
und Ober - Schulendirector im Fünfkirchner Bezirk. 1792 wurde er
geh. Rath und Kronhüter , Haupt - Curator der Donau-Super-
intendenz. Einer seiner Söhne war Ladislaus I I I . , Assessor der
siebenbürg, königl. Tafel, bald auch in Ungarn Baron der königl. Ge-
richtstafel und Beysitzer der Septemoiraltafel; Präsident der Mär-
czibany'schen Stiftung; Ober-Curator der Donau-Superintendenz.
Er war geboren den 7. Sept. 1764, und starb in Pesth den24. März
1321. — TinSohn ausseinerersten Ehemit Mar ia Gräfinn T.istIo-
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe See-V, Band 5
- Titel
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Untertitel
- Buchstabe See-V
- Band
- 5
- Autoren
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Verlag
- H. Strauß
- Ort
- Wien
- Datum
- 1835
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.3 x 22.0 cm
- Seiten
- 604
- Schlagwörter
- Nachschlagewerk, Biografien
- Kategorien
- Lexika National-Enzyklopädie