Seite - 312 - in Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe See-V, Band 5
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g12 Tepl. — Cepliy (böhm. Stadt).
et ab utroczue latero.. .uniu8 ianei ^iernl)c'i'g«n8i8 in latum lon-
Aumczue inenZuranäo, U8czuo aä ineäium a^ue Zei^cli. cuni pi8ci.
NI3, P25cul8, inolendiniä, et apium exan^ine, t^lie... contpararL
potei-unt ai-atui-i'3 8ui3, zum Genuß und eigener Nutzung bleiben soll.
Diese r Urkunde haben ibre S i e g e l angehäng t : ^ l i t i i
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vvercn, Härtlel) äe Lc)5l<0vvit2, ^Vitni^o äictu8 6e 3ut5cn. Obi-
ges Scheykowitz ist nochmahls das schon öfter vorgekommene Dorf
Schackwitz, kann aber doch auch der nur 2 Stunden von diesem abge-
legene Flecken Czeykowitz seyn. Außer den oben genannten und
sonst hier angezeigten Ortschaften, sollen theils nach dem Zeugnisse
Pessina's v. Czechorod, theils nach andern Nachrichten noch nach-
verzeichnete Schlösser, Städte und Orter, einst Besitzthümer des
T'-O.s gewesen seyn, worüber jedoch keine Urkunden bekannt sind,
als: Hohenstadt, P lumenau, Tepenetz und Tobitschau im
Olmützer, St ramberg im Prerauer, Lauka oder Luka, Czer-
nahora, G u r d a u , Dürnho lz , Kanitz und Maidenberg
im Brünner, S t ramberg und Teltsch im Iglauer, Kromau
und V ö t t a u im Znaymer, Buch lau und Lukow im Hradischer
Kreise. — Der T.-O. wurde durch den Kirchenrath von V i e n n e
am 20. May 1312 aufgehoben. In Mahren verließen die Templer
selbst ihre Klöster und Vesten, nachdem sie erfahren hatten, was mit
ihrem Orden in Frankreich vorgefallen war, und traten in den Orden
der Iohanniter, oder erhielten eine anderweitige Versorgung, weß-
wegen man in Mahren das Jahr 1313 zum Aufhebungsjahre des Or-
dens angenommen haben mag.
3epl (Töpl) , böhm. Stadt im Pilsener Kreise, am gleichnah-
migen Flusse, hat l,64l) Einwohner, welche sich mit Wollzeug- und
Leinweberey beschäftigen, und ist berühmt durch das 2 Stunde davon
entfernte Pramonstratenserstift gleichen Nahmens, welches eine prächti-
ge Stiftskirche, eine Bibliothek und eine Sammlung physikalischer Ap-
parate und mathematischer Instrumente besitzt. Mitglieder dieses Stiftes
versehen die Professuren des Gymnasiums und der philosophischen Lehr-
anstalt in der Kreisstadt P i l s e n.
Teplicz, ungar. M nktflecken im Zipser Comitat, am Flusse Po-
prad, beyLu blau, mit der ältesten Papiermühle Ungarns,
Tcplicz, ungar, Dorf im Trencsiner Comitat, s. unter Tren-^
csin.
Tepl iy, fürstl. Cl a r y'sche Schutzstadt und Badeort im Leitmeri-
tzer Kreise Böhmens, von 3,160 Menschen bewohnt, liegt in einem
geräumigen Thale, zunächst von Hügeln umgeben, die sich in weiten
Kreisen zu schön gestalteten Bergen erhöhen, in einer höchst anmuthi-
gen und malerischen Gegend. Die Tradition von der Entdeckung der
Hauptquelle durch den Ritter Kolostug, einem Vasallen des Herzogs
Przemysl , der in der Nachbarschaft wohnte, lautet also: Eines
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe See-V, Band 5
- Titel
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Untertitel
- Buchstabe See-V
- Band
- 5
- Autoren
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Verlag
- H. Strauß
- Ort
- Wien
- Datum
- 1835
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.3 x 22.0 cm
- Seiten
- 604
- Schlagwörter
- Nachschlagewerk, Biografien
- Kategorien
- Lexika National-Enzyklopädie