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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe See-V, Band 5
Seite - 313 -
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Seite - 313 - in Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe See-V, Band 5

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T e p l i y (böhm. S tad t ) . 338 Tages trieben seine Hirten die Schweinheerde in diese Gegend, und mehrere Schweine fanden ihren Tod in der heißen Fluth. Diese Enr- decknng veranlaßte den Ritter, sich hier eine Burg zu erbauen. Der Sage nach soll sich diese Begebenheit im Jahre 762 nach Chr. G. ereig- net haben, wie dieses der am Stadtbade befindliche Gedenkstein beftgr. Um die Burg des Kolostug versammelten sich bald mehrere Ansiedler, welche die Heilkraft der Quelle erkannten, so daß eine Art Gasse, in der Landessprache „ulice" genannt, entstand, und da die Quelle heiß war, so bekam die Gasse den Nahmen der warmen Gasse, „tepla ulice," woraus durch Abkürzung Teplice, und späterhin Tepli tz gebildet wurde. — Die Stadt T. hat die Gestalt eines regelmäßigen Vierecks mit 3 Thoren und einen Umfang von beynahe ^ Stunde. Die vorzüglichsten Gebäude sind: Das fürstl. Schloß mit dem anstoßenden großen Garten und dem Theater, das 1806 erbaute Rathhaus am Markte, die Decanatskirche, das vom Kaiser Alexander erbaute goldene Kreuz, der Gartensaal, das Herrenhaus, dieKreuzcapelle mit dem Kirchhofe, in welchem das Grabmal des Dichters Ioh. O o ttfr. Seume (gest. den 13. Iuny 1810) sich befindet u. a. m. — T . steht durch eine Reihe schöner Häuser mit dem Dorfe Schon au in Verbin- dung. Die Häuser in Schön au liegen etwas weniges höher, am Fuße des Schönauer Berges hin, das Steinbad etwas'in der Tiefe, auf ei- nem Wiesengrunde, in der Nähe des k. k. Militärbadehauses. — Die Teplitzer Heilquellen sind nahmentlich folgende: 1) In der Stadt: Die Hauptquelle oder der Ursprung; die Frauen- und Weiberbadequelle sbeyde im städtischen Badehause); 3) in der Vorstadr: Die Frauenzim- merbadequelle; die Sandquelle; die Gartenquelle; 3) imDorfe Schö- nau: Die Steinbadequelle; die Tempelbadequelle; die Wiesenquelle; die'Gemeinsandbadequelle; die Schlangenbadequellen ; d-ie Schwefelbade- cmellen. Das Wasser dieser Quellen gehört nach seinen Mineralbestand- theilen unter die alkalinisch-salinischen Stahlwaffer, welches mit einem natürlichen verschiedenen Wärmegrade von -1- 39 5° R. bis - j - 20,75" eine Menge in sich enthaltendes Stickstoff - und kohlensaures Gas entwickelt. Kein chemisches Reagens hat bisher ein darin enthaltenes Schwcfelhydrat entdeckt. Die Resultate der chemischen Untersuchun- gen dieser Thermen stimmen darin überein, daß alle benannten O.uellcn gleichartige Bestandtheile enthalten, und daß diese nur in dem Mischungs- verhältnisse des Wassers der einzelnen Quellen unter sich etwas weniges abweichen. Natron , Kali, Kohlen-, Schwefel-, Salz-, Kiesel-, Pbosphorsäure als avide; Kalk-, Talkerde, eine Spur von Thonerde und Eisen, äußerst wenig Mangan und Kupferoryd als basische, sind die Hauptbestandtheile, die als ein einzig gemischtes Salz durch die na- türliche Wärme verstärk, in das Waffer dieser Heilquellen gebunden sind. Doctor Ambrozihat vor mehr als 30 Jahren die Hauptquelle, die Gartenquelle, die Steinbadequelle, die Schlangenbadequelle und die Schwefelbadeqnelle untersucht, und in einem Civ. Pfund von jede? derselben folgende Bestandtheile gefunden:
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe See-V, Band 5
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe See-V
Band
5
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
604
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
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