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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe See-V, Band 5
Seite - 320 -
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320 T e r 3 y. tini«) in dem St. Marcuspalaste zu Venedig. Den größten Ruhm aber erwarben ibm die Bildnisse der Erzherzoge von Österreich, die er in prachtigen Kleidern, Harnischen, und mit schönen, aus der Bau- kunst entlehnten, Einfassungen gezeichnet, und die Caspar de Avi- bus zu Venedig auf ^6 Blattern in Kupfer gestochen hat. Der Ti- tel dieses Prachtwerkes ist: ^uätriacae gciniä imaginum P2Ne8,Inns- brück 1569—73. Terzy, Ludw. Freyh. v./ General-Feldzeugmeister, Inha- ber des Infanterie-Regiments Nr. 16, Commandeur des Maria-The- refien-Ordens und Vice-Commandant der Stadt Wien, war 173lj zu Mantua geboren. Er diente anfangs als Fähnrich bey dem And- l a u'schen Regiments. In Italien focht er bey Gu astalla, Ca stell, S. Lazaro,Piacenza und Rottofreddo. Im siebenjährigen Kriege, in welchem er bis zum Oberstlieutenant vorrückte, und 1762 das Theresienkreuz erhielt, war beynahe kein wichtiger Vorfall, dem er nicht beywohnte. Nach der Schlacht bey Moleschütz überstand er eine durch Ungemach verursachte Todeskrankheit in Prag; ward bey L e u- then in den Hals geschossen, und von der Reiterey fast zertreten, dar- auf nach Breslau gebracht, und bey der Übergabe gefangen. Er er- stürmte bey Hochkirchen eine Redoute ron 16, bey Maxen eine andere von 6 Kanonen. Im Rückmärsche bey Domitsch rettete er einen beretts aufgegebenen Artllleriezug von 16 Kanonen mit allem Zu- gehör. Er ward 1763 Oberst des But le r'schen Regiments, 1775 Ge- neral-Feldwachtmeister und erhielt 1773 das erledigte KönigSeck'sche Regiment. 1779 wurde er in das Glatzische beordert, und vertheidigte nicht allein gegen einen weit überlegenen Feind die wichtige Stellung bey Rückers, sondern verfuhr gegen die Landleute bis zur Bekannt- machung des Friedens so schonend, daß ihn König Friedrich mit sei- nem Danke und einer goldenen Dose beehrte. Hierauf wurde er in Prag mit dem Commandeurkreuze des Theresien-Ordens geziert, und als Brigadier in Wien angestellt, wo ihn Joseph I I . zum Beglei« ter auf seiner Reise nach Frankreich wählte. Er wurde 1786 Feldmar- schall- Lieutenant und Commandant der österr. Truppen und sollte sie nach den Niederlanden führen, wurde aber abgerufen, um bis 1790 das Inte- rims-CommandoinWien zuführen, wo er dann in Böhmen unter L o u- donzu dienen bestimmt wurde, allein nach beygelegtem Zwiste wieder in Wien eintraf. 1793 mußte er mit den in Oberösterreich versammelten Truppen nach den Niederlanden rücken, wo er in der Folge bey V a- lenciennes. Watt ig nies und dem Rückzüge über die Sambre vorzüglich gebraucht wurde, dabey aber an Kräften und Gesundheit so abnahm, daß er sich gezwungen sah, um seine Entlassung zu bitten. Dennoch wurde ihm nur in so weit gewillfahrt, daß er zu seiner vorigen Dienstlei»7ung nach Wien zurück beordert, und zum Feldzeugmeister ernannt wurde. Noch 1797 mußte er den Oberbefehl des bey der Haupt- stadt.versammelten Heeres und des Aufqebothes übernehmen. Er führce das Heer nach Innerösterreich, und hatte bereits Istrien und Dalmatien de- setzt, als der Friede von C a m p o F o r m i o eintrat, worauf er
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe See-V, Band 5
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe See-V
Band
5
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
604
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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