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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe See-V, Band 5
Seite - 323 -
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leufenbach und Maßweg, d.Freyherren.—Thalberg. 323 Teufenbacl) und Maßweg, die Freyherren, steyermä'rk. Geschlecht. Von diesem Geschlechte erscheint zuerst Har twig v. T. 1200; Gi lg 1305; Heinrich 1371; Kuno 1295, 1316, 1337; Ernst 1292, 1312; Or to lph 1337, 1365; Christoph 1378, 1384; Hans 1414, 1433; Bal thasar und Trist.ram 1436, 1449; der Letztere zog 1436 mit Herzog Friedrich von Osterreich nach Palästina. Mör th lebte 1453. Bal thasar v. T. war 1446 bey dem großen Aufgebothegegen die Ungarn. Achazv. T. starb 1469. Eras- mus v. T. starb den 16. May 1566. Franz v. T. wurde 1573 vom Erzherzog Carl in den Freyherrenstand erhoben, starb den 22. Jan. 1579. Hans v. T. erhielt 1509 vom Kaiser Carl die Verschreibung des Schlosses Eppenstein, sein Sohn V ic tor aber 1520 das nahm. liche vom Könige Ferdinand. Otto Freyh. v. T. lebte um 1581. Andra v. T. war um 1571 Landesverweser in Steyermark. Christoph v. T. wurde vom Kaiser Rudolph in den Freyherrnstand erhoben. Carl Freyh. v. T. war der 4. Gemahl jener Anna Neumann v. Wasserleonburg, welche 5 Ehemänner überlebte, von dem 6. aber, Ludwig Grafen v. Schwarzenberg überlebt wurde. Ru- dolph Freyh. v. T. war Landesverweser in Steyermark 1595, Ver- ordneter 1618. Jacob empfing den 14. May 1650 das Schloß Lueg in Kram zu Lehen. Wol f Andra v. T. erhielt den 20. May 1576 einige Lehen auf T. Von dieser Familie rühren mehrere und besonders bedeutende Stiftungen für Studirende aus dem Adel-Her. Thalberg, Siegmund, einer der ausgezeichnetsten neueren Claviervirtuosen, ist geboren zu Genf den 7. Jan. 1812; er kam jedoch schon in früher Jugend nach Wien , wo er sich, bey bedeutender An- lage, durch Sechter und Hummel bald so vollständig auf dem Pia- noforte ausbildete, daß sein Spiel in Concerten , als er kaum das Knabenalter überschritten hatte, schon allgemeine Bewunderung erregte. Bald brachte er durch unablaßiges eifriges Studium und Beachten der großen Muster es zu solcher Vollkommenheit, daß man ihn unbedenk- lich unter die ersten Virtuosen auf diesem Instrumente zählen kann. Sein Spiel ist glänzend und feurig; er überwindet mit Leichtigkeit die größten Schwierigkeiten, welche die heutige, grö'ßtentheils auf brilli- renden Effect berechnete Compositionsweise für dieses Instrument biethet; dabey weiß er aber auch in den Geist des Componisten zu dringen, und er ercellirt vorzüglich in dem delicaten und geistvollen Vortrage Beet- hov en'scher Compositionen, die er in mehreren (^oncei-tz zpii-itueis in Wi Sch f ü h i iien mit rauschendem Beyfalle vortrug. Schon frühzeitig trat er auch als Componist für sein Instrument auf, und bewahrte dazu durch mehrere gediegene Cympositionen größeren Umfanges seinen entschiede- nen Beruf. 1830 machte er eine Kunstreise nach Deutschland, und imponirte an deutschen Höfen durch sein vortreffliches Spiel. 1834 ward T< zum k. k. Kammervirtuosen ernannt. Wahrend des Aufenthaltes des Kaisers Ferdinand in Teplitz, und der Zusammenkunft daselbst mit dem Kaiser von Rußland und dem König von Preußen, begab sich T. ebenfalls dahin, und hatte die Ehre, sich mehrmahls vor den Monar- chen mit vielem Beyfalle hören zu lassen. Zu Ende 1835 reiste T. nach 21 *
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe See-V, Band 5
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe See-V
Band
5
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
604
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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