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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe See-V, Band 5
Seite - 327 -
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Thaya, deutsche. — Theater. 337 versität Collegien über Theorie der Musik hielt. — T. ist auch der Ver- fasser des 2. Theils von M u t schelle's Moral :c. Ihaya, deutsche, hat ihren Ursprung in Niederösterreich, im V. O. M. B., hinter dem Dorfe S a ! ingst adt , zieht sich von dort durch ein anmuthiges Thal über Schwarzenau bis Mer- kengarsch, und verläßt vereinigt mit der mähr. Thaya in Raps, unter der Stadt Drosendorf Osterreich, auf mährischem Boden einen nordwärts gekrümmten Bogen beschreibend. Sie kehrt östlich von Schaffa, zwischen dem mährischen Dorfe Zaisa und dem österr. Dorfe Fe l l ing, wieder an die österr. Gränztz zurück, bis in die Thal« gegend von Knadlersdorf. Hier verläßt sie abermahls den österr. Boden, greift tief nach Mähren hinein, bisZnaym, und wird eine Strecke ober der Stadt Laa wieder mit beyden Ufern österreichisch, worauf sie zu einem langern Lauf nach Mähren übertritt. Nachdem sie die Gartenanlagen bey Eisgrub und Lundenburg in mehrfachen Zertheilungen durchschnitten hat, verlaßt sie endlich Mahren ganz, nimmt einen südlichen Lauf, und ergießt sich östlich von Feldsberg und H o ch e n a u in die March. Thaya, mahrische, entsprinqt bey Deschen im Iglauer Kreise Mährens, und vereinigt sich in Österreich im Markte Raps mit der deutschen Thaya (s. d.). Sie stießt sodann nach Mähren zurück und Znaym vorbey, und nimmt, nachdem sichbey Tracht auch die Schwär- za mit ihr verbunden hat, von der südlichen Landesspitze Mährens unter Landshut ihren Lauf als vereinigte T. in die March. Theater. I. Theater inWien . Die Kaiserstadt besitzt in Allem nur 5 Schauspielhäuser, in Hinsicht auf ihren Umfang und ihre Ein- wohnerzahl sowohl, als auch in Vergleich mit andern großen Städten gewiß k'ine Überzahl, doch sind alle Fächer, vorzüglich jenes des reci« tirenden Schauspieles, genügend bedacht und die Schaulust der Be- wohner Wiens sindet gerade hinlängliches Feld, um gehörig befriedigt zu werden, und sich nicht zu übersättigen. Das erste in jeder Hinsicht ist das k. k. Hof theater nächst der B u r g (s. d.), wo bloß deut- sche Trauerspiele, Dramen und Lustspiele gegeben werden. — Im k. k. Hoftheater nächst dem Kärnthnerthore (s. d.) werden italie- nische und deutsche Opern, dann Ballete aufgeführt. Von 1823 an war Ludwig Dupor t Pächter und Director desselben. Er ist zu Paris geboren, und war einst einer der berühmtesten Ballettänzer, als welcher er auch in früherer Zeit zu Wien in Gastrollen bewundert ward; 1828 übernahm er die Direction dieses Hoftheaters unter für ihn sehr vortheilhaften Bedingungen, und besorgte dieselbe bis 1826. Kennt- nisse und Geschmack waren ihm keineswegs abzusprechen, obschon unter seiner Direction sich dieses Theater, besonders in neuerer Zeit, nur weniger Novitäten erfreute, auch früher ein ausgezeichneteres Personale, besonders aber einen geübteren Chor besaß. Die Einführung italienischer Opern, die er zu wiederholten Mahlen versuchte, konnte der bedeuten- den Preiserhöhung wegen, und weil man unter B a r b a j a's Direction an die ausgezeichnetsten Mitglieder und Leistungen gewohnt war, wo hin- gegen Du port's Oper nur Mittelgut both, nicht durchgreifen; selbst
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe See-V, Band 5
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe See-V
Band
5
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
604
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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