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hen. Die Generalntzung zur Mitgliederwabl, zu welcher der akademi-
sche Rath, so wie die i nWien anwesenden Ehren- und Kunstmitglie-
der der Akademie geladen waren, und allein Zutritt hatten, wurde bey
geschlossenen Thüren, die Bekanntmachung der neugewählten Mitglie-
der aber, so wie die Einhändigung der Preise öffentlich unter Beywoh-
nung des akademischen Gesammtkörpers, einer zahlreichen Versammlung
von Künstlern und Gästen aus den obersten und gebildetsten Ständen,
und von 200 vorzüglichen Kunstschülern vollzogen. Letztere Feyerlich-
keit begann damit, daß der Curator sich von seinem Sitze erhob, und
der gleichfalls ausgestandenen Versammlung eröffnete, daß der k. k.
Akademie der vereinigten bildenden Künste von der Kaiserinn und Köni-
ginn die Auszeichnung gewährt worden sey, den Titel als schützendes
Mitglied dieses Instituts anzunehmen. Die Erzherzoginn Soph ie ,
Gemahlinn des ErzherzogsFran z Car l , dieErzherzoginn-Palatinus
Mar ia Doro thea, die Erzherzoginn Mar i a El isabeth, Ge-
mahlinn des Erzherzogs Rainer und die Erzherzoginn Therese
waren mit Acclamation zu akademischen Ehrenmitgliedern gewählt wor-
den. Zugleich war eine Anzahl neuer Ehren- und Kunstmitglieder gewählt
worden, und zwar wurde zuerst das dermahlige Haupt der grast. Fa-
milie v. Lamberg (s. d.), nähmlich der k. k. Generalmajor Franz-
Phi l ipp Graf v. Lamberg, zum Ehrenmitglieds der Akademie, und
zwar mit dem, von dem Curator und dem akademischen Rathe ange-
tragenen, und mit kaiserl. Entschließung vom 10. Febr. 1336 ge-
nehmigten Vorrechte ausgerufen, daß dieser Ehrentitel für alle. künfti-
gen Zeiten erblich auf das jeweilige Haupt der gräfi. Familie Lamb erg
übergehe, um dadurch die Dankbarkeit in bleibender Weise zu beurkunden,
von welcher die k. k. Akademie der bildenden Künste gegen ihren vormahli-
gen Präses, den verstorbenen Grafen Ant. Lamberg^Sprinzen-
stein (s. d.) für die ihr als Eigenthum hinterlassene (im Frühjahre 1835
eröffnete) kostbare Gemäldesammlung durchdrungen ist. Der beständige
Secretär der Akademie Ludw. v. Remy kündigte hierauf den Kunst-
candidaten, welchen die Preise zuerkannt wurden, an, daß sie selbe in
Gegenwart der Versammlung empfangen werden, und sprach die Zuversicht
aus, daß diese durch die Munificenz des Hofes und durch kunstbefreun-
dete Widmungen gestifteten Preise, in ihnen einen verdoppelten Eifer
zum steten Vorschreiten in den Studien anregen werden. Der Curator
der Akademie vertheilte sodann die zuerkannten Preise. — Die akade-
mische Kunsthandlung hat aufgehört.
Albach, Ios. Stanis laus, Priester aus dem Orden des heil.
Franz vonAssisi; ist 1795 zu Preßburg geboren. Er hält seit
1826 in deutscher Sprache die Sonntags-Predigten in der Kirche der
Francis:aner in P esth. A. ist ein eben so ausgezeichneter Kanzelredner
als religiöser Schriftsteller. Die von ihm im Drucke erschienenen Werke
sind: Heilige Anklänge; Gebethe für katholische Christen; Pesth 1323,
wovon bis 1336 5 Auflagen erschienen. — Erinnerungen an Gott,
Tugend, Ewigkeit. In Predigten; eb. 1831. — Geographie von Un-
garn; eb. 1334. — Mathematisch-physische und politische Geographie;
eb. 1334.
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe W-Z, Band 6
- Titel
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Untertitel
- Buchstabe W-Z
- Band
- 6
- Autoren
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Verlag
- H. Strauß
- Ort
- Wien
- Datum
- 1835
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.3 x 22.0 cm
- Seiten
- 668
- Schlagwörter
- Nachschlagewerk, Biografien
- Kategorien
- Lexika National-Enzyklopädie