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312 Aßmayer . — Auersperg.
wird vorzüglich als Mobilär. Versicherung gesucht, da die inländischen
wechselseitigen Brandversicherung^-Anstalten sich gegenwärtig nur mit
Gebäude-Versicherung allein befassen.
* Aßmayer, Ign. Noch in Salzburg hatte A., Michael
Haydn's Unterricht genossen, und so erfreuliche Fortschritte gemacht,
daß er bereits 1808 die Organistenstelle im Stifte St. Peter erhielt.
Seit 1315 lebt A.^ in Wien, wo er sich anfanglich mit Clavierunter-
richt beschäftigte, und sich in der Composition, vorzüglich dem stren-
gen Satze und der Theorie des Contrapunctes, vollständig ausbildete,
wobey ihm 1)er k. k. Hofcapellmeister Eybler wohlwollend an die Hand
ging. A. ist auch ein vorzüglicher Orgelspieler. Zu seinen gelungensten
Compositionenlgehören noch: Eine Eantate, „WoNe der Weihe," von
Dr. Weißenbach; ein Oratorium, „die Sündfluth;" 2Opern,
„Cleopatras und „Scipio," noch Manuscript; ein großes Clavier-Ron-
deau mit Orchester-Begleitung; ein Trio in ^-inoll für Clavier, Vio-
line und Violoncell; geistliche Hymnen/endlich ein doppelchöriges sehr
charakteristisches Iagdtongemätde^ >' ^ '
^ Attems, die Grafeni Ign. Maria Graf v. A., Landes-
hauptmann in Steyermarr> erhiewim Sept. 1326 dey Orden der eiser-
nen Krone 2. Classe. ' ^ - '. - '/ ' -
^ Attersee, ist nicht 300, sondern kaum so tief als der Traun-
see (GmMdnersee), welcher nach den Messungen des als Statistiker,.
Topograph und Ökonom sehr geachteten Carl Schmutz an der tiefsten
Stelle nur 99 Klafter 4 Fuss Tiefe hat.
Auersperg, Herbert Freyh. v., Erblandmarschall, Erbkäm-
merer und Landeshauptmann im Herzogthum Kram, General in den
croalischen Gränzen, war 1523 geboren. Seine noch in früher Jugend
unter der Regierung Carl V. bewiesene Tapferkeit, brachte ihn 'zur
Stelle eines Oberstlieutenants in den croanschen Gränzen, die bey
den Streifereyen der Türken in Kram, Karnthen und Steyermark, de-
ren man sich nicht mit Armeen, sondern größtentheils nur mit Landleu-
ten erwehren mußte, ein eben so wichtiger als gefährlicher Posten war.
Ein beträchtlicher Sieg, den er 1560 nach vielen vorhergegangenen klei-
neren Gefechten über die räuberischen Grönzpaschen erfocht, gewahrte
seinem Vaterlande'einige Ruhe. Jetzt legte A. das Granzcommando
nieder, um die Landeshauptmannschaft von Kram 1566 zu übernehmen.
In der Folge vereinigte er damit seine vorige Stelle unter dem Titel
eines General-Obersten 1569, um bey den neuen Einfällen der Türken/
die jetzt noch häusiger und bedeutender wurden, sich wieder ins Feld zu
stellen. Fast immer mußteman bier streitfertig da stehen. Nach so manchen
Vortheilen, die der wachsame Feldherr überdenunruhigenFeind errungen
halte, traf ihn das traurige Los, daß er im Treffenbey Budichin^Bu-
dacskona) ins Gemenge kam, und 1575 unter einem Säbelhiebe denKopf
verlor. Ikn hatten in ebeZ dasselbe Treffen zwey feiner Söhne begleitet,
WolfEngelbert, der in Gefangenschaft gerieth, und Christoph,
der nachher als Lande^ verweser in Kram l 579—37 die Ritterschaft und
das Landvolk gegen die Türken in Croatien anführte. Weichard v.A.,
ein Bruder Herberts, der nicht weniger ror dem Feinde sich hervor»
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe W-Z, Band 6
- Titel
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Untertitel
- Buchstabe W-Z
- Band
- 6
- Autoren
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Verlag
- H. Strauß
- Ort
- Wien
- Datum
- 1835
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.3 x 22.0 cm
- Seiten
- 668
- Schlagwörter
- Nachschlagewerk, Biografien
- Kategorien
- Lexika National-Enzyklopädie