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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe W-Z, Band 6
Seite - 365 -
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Bene. — Benjowsky. 3U5 ren schlug er nach einem neuen Einfall 1261 gänzlich in die Flucht, starb 1270 und hinterließ I Söhne, worunter sein Nachfolger Ste- phan V. und 10 Tochter. * Nene, Franz, Dr. der Medicin-, öffentl. ordentlicher Professor der speciellen Therapie und practischen Medicin an der konigl. Univer- sität zuPesth, Senior der medieinischen Facultat und konigl. Rath, studirtezu Szegedin und Ofen, widmete sich sodann an den Uni- versitäten zu Wien mckPesth 1794—93 der Arzneywissenschaft, und eclangte am 7. Sept^ 1793 an letzterer den Doctorgrad. Den 7. Au- gust 1799 ward er an der Pesther Universität zum Correpetitor der Anfangsgründe der Arzneywiffenschaft ernannt. Vom Nov. 1300 bis May l301 trug B. Anatomie vor, ward 1303 ordentlicher Professor der medicinischen Polizey:c., erhielt 1316 die Professur der speciellen Therapie und 1826 den Titel eines konigl. Rathes. Er machte mehrere gelehrte Reisen durch Deutschland, Frankreich und England, und schrieb: Inbegriff der nöthigsten Grundsatze zur Kenntniß und Heilung der gewöhnlichsten innern Krankheiten der Menschen, Pesth 1801. — Nlementa poil^iae tn^ciicae, Ofen 1807. — I^temcntlt ine^icinas luren8l5, eb. 1611. »^ ^2 orvosi I'uäoinän^nali räviä i-aixolatiÄ, 2Bd^, «b. 1312—13. —Abriß des medicinischen Unterrichts fürCivil- und Landwundärzte, 2 Bde., eb. 1812—13^—^lementa ineälcinae practicae, 5 Bde., eb. 1333—34. Benjhwsky, Moriz August Graf v., war ein Mann von rastloser Thätigkeit, und von mannigfaltigen und außerordentlichen Schicksalen. Er wurde 1741 zu Verb 0 va in Ungarn geboren, wo sein Vater General in kckiserl. Diensten war. Er trat in das nähmliche Heer em, und diente mi siebenjährigen Kriege bis 1753, wo ihn ein Oheim, dessen Güter er einst erbte, nach Litthauen rief. Seine Schwäger ent- rissen ihm indessen sein Vermögen in Ungarn, weßhalb er dahin zurück- kehrte, um sie mit gewaffneter Hand zu vertreiben. Aber man erklärte ihn für einen Rebellen, und er war genöthigt, nach Polen zu fiüch- ten, wo er nach verschiedenen Reisen der polnischen Conföderation ge- gen die Russen beytrat. Er ward nach und nach Oberst, Befehlshaber der Cavallerie und Generalquartiermeister. Bey Kumenka schlug er ein russisches Detachement, nachher aber verlor er ein Treffen, und ward von den Russen gefangen. Er entfloh dieser Gefangenschaft, ward wieder ergriffen, und 1776 nach Kamtschatka verwiesen. Auf der Neise dahin rettete er im Sturme das Schiff, das ihn trug; dieser Um- stand verschaffte ihm bey dem Gouverneur Nilon eine gute Aufnahme, in dessen Hause er in der Folge Eingang fand, und dessen Kinder er in der franzosischen und deutschen Sprache unterrichtete. Hier verliebte sich Aphanasia, des Gouverneurs jüngste Tochter, in ihn, und diese Liebe vermochte ihren Vater in der Folge, den Grafen in Freyheit zu setzen und ihn mit derselben zu verloben. Während dessen hatte er schon den Plan entworfen, mit mehreren Mitverschwornen aus Kamtscha- tka zu entfliehen. Er war nahe daran, verrathen zu werden; sogar Aphanasia erfuhr sein Vorhaben und warnte ihn, als man damit umging, seine Person fest halten zu wollen. In Begleitung Aphana-
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe W-Z, Band 6
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe W-Z
Band
6
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
668
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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