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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe W-Z, Band 6
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Csernely. — Czermak. N1 ^ , ungar. Dorf im Borsöder Comitat / mit einer kathol. Pfarrkirche, einer großen Glashütte und schönen Waldungen. lsernelyhäza, unqar. Dorf im Odenburger Comitat, an der Reocze, der adeligen Familie Csernel gehörig, mit emer kathol. Kirche, einem Herrschaft!. Castell, einer Stuterey und spanischer Schaf- zucht. Csikvär, eine alte verfallene Burg im Stuhlweißenburger Co- mitat in Niederungarn, am Flusse Sär. Zu Anfang des 17. Jahr- hunderts wurde sie von den Türken eingenommen, und blieb in ihren Handen 30 Jahre lang bis 1636. * Csoma v. Nörös, Alexander. Sein Wörterbuch der tibeta- nischen Svrache ist in der baptistischen Mission^presse zu Calcut ta auf Kosten der indischen Regierung mit großer Pracht gedruckt. C. sagt in der Vorrede, das Studium der tibetanischen Sprache habe ursprünglich nicht in seinem Plane gelegen; da ihn aber die Vorsehung nach Tibet geführt, und er durch die Beyhülfe des verstorbenen Moorcro f t Gelegenheit dazu erhalten habe, so sey er muthig ans Werk gegangen, in derHoffnung, daß auch dieß ihn seinem unmittelbaren Zweck, nähm- lich seine Forschung nach dem Ursprung und der Sprache der Ungarn na« herführen könne. C. sandte50Exemplare seines erschienenen tibetanisch- englischen Wörterbuchs zur Vertheilung an höhere Schiiten des österr. Kaiserreichs an den Erzherzog Palatin; 2 davon hatte er insbesondere für das reformirte Collegium zu Nagy -Enyed bestimmt, wo er seine erste wissenschaftliche Bildung erbielt. Alle diese Exemplare gelang« ten dllrch den Erzherzog P al at in an die ungar. gelehrte Gesellschaft zur Veranlassung der von C. beadsichteten Vertheilung. lsorba (tsirba) , großes ungar. Dorf an den Gränzen des Zip- ser Comitats, und am karpatbischen Gebirge, mit einer kathol. und eoang. luther. Pfarrkirche, 340 kathol. und 910 evang. luther. Ein- wohnern, einem zwar sehr mageren Ackerboden, jedoch hinlänglichen Weiden. Die Einwohner sind Slowaken und leben größtentheils von Kohlenbrennen und vom Fuhrwesen. Czermak, Ios. V ic tor , gewesener Erzieher der Fürsten Car l und Hugo zu Windischgrä tz, Mitglied der k. k. patriot. - ökonom. Gesellschaft in Böhmen , der tönigl. bayer. Gartenbaugesellschaft zu Frauen dorf und mehrerer vaterlandischer Vereine, wurde geboren zu Reichen au in Böhmen den 3. Februar 1799. Seine Ausbildung hat C. dem Piaristen-Orden zu verdanken , dessen Mitglied er durch 4 Jah- re war, und in dessen Schulen er die Humanioren und soater die Phi- losophie a^solvirte. Seit dem Austritte aus diesem Orden beschäftigte sich C. 15 Jahre lang ununterbrochen mit dem Erziehungsfachc, worin er sich die gründlichsten Kenntnisse sammelte. Er schrieb: Vorbegriffe der sphärischen Astronomie und Geographie, Prag 1832. —Die kluge Hausfrau, 2 Thle., eb. 1832. — Grundriß der pranischen Denklehre, eb. 1835. C. war viele Jahre Mitarbeiter des H o r m a y r'schen Ar- chivs ; der Feyerstunden; des Iugendalmanachs; der Erinnerungen Nainold's und vieler ausländischen Zeitschriften. Seine noch unge- „Übersi ht der gesammten Literaturgeschichte" in 3 Banden, besteht
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe W-Z, Band 6
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe W-Z
Band
6
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
668
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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