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Czernowiy (böhm. Schloß). — Dahl. 413
deutsche Handels- und Gewerbsleute, thdils Juden, Armenier und
Bojaren (einheimische Edelleute). Unter den hiesigen Gewerben sind die
Oold- und Silberarbeiter und eine Wagenfabrik zu bemerken. Der
Handel in die Moldau und Walachey und von dort zurück, so wie nach
Deutschland ist im blühendsten Zustande.
Czernowiy, Schloß und Amtsort einer dem Fürsten Eduard
v» S'chö nburg-Waldburg gehörigen Herrschaft im Taborer Kreise
Böhmens / mit Eisenwerken.
., * tzerny, Carl. Er setzte das Wiener musikal. Pfennigma<?a<
zin fort. Außerdem hat er für das Pianoforte Herausgegen: 40 tägliche
Studiem —^ Vernier äoupir ä'IIeroicl (Variationen).—Neujahr-
geschenk (Phantasie). —dompositiong cie donnert (Variationen,mit
Orchester - Begleitung):' -^ Eine Ouvertüre fürs Orchester. — Über
die Terzenläufe für das Pianoforte, und mebrere (Üal^ ierz zur I^Iora
tkeMrais. Von seinen 100 Übungsstücken für das Pianoforte (welche
wenigstens an 30 verschiedenen Orten des Auslandes nachgedruckt wur-
den), ist so eben die 6. umgearbeitete Original-Ausgabe bey dem rechtmä-
ßigen Verleger Tob. Ha s langer in Wien erschienen.C. (derWien
noch nie verlassen hatte) ist 1836 zur Leipziger Ostermeffe gereist, und
hat dort gute Geschäfte mit seinen Manuscripten gemacht, auch viele
Auftroge von den anwesenden Musikoerlegern erhalten.
* Cziräky dc Dienesfalva. Ant. Graf C. wurde im Sepk
l836 Ritter des goldenen Vließes. Er schrieb: Oräo kizwriae juris
ckM kunßÄl-ici, Pesth 1794 ; 2 Aufi>, 1820. ^. D!8qui5itio lii-
8wlica 6e tuo6o conzecztisn^i suminuin iinperiuM in Hunßaria,
Ofen 1820. — «lus pulilicum Hun^arias (Manuscript).
* lzuczor, Georg. Seine poetischen Werke erschienen 1335
zu Ofen, von Dr. Franz Schedel (Toldy) herausgegeben.
D.
h, Georg, im Besitze des ersten Insecten-Großhandels
in Deutschland und als practischer Entomologe der ganzen wiffenschaftli«
chen Welt bekannt, wurde am 24. Dec..1769 zu Moosbach am Ne-
ckar geboren. Schon in seiner frühesten Jugend erwachte die Liebe zur
Entomologie, die er als Jüngling eifrigst pflegte, in semem reiferen
Mer bis zur Leidenschaft erwuchs, und die er auch bis zu seinen letzten
Tagen sich und der Wissenschaft in gleicher Regsamkeit erhielt. Von sei-
nem Vater zum Kaufmanne bestimmt, kam er schon frühzeitig nach
Heilbronn in ein Handlungshaus, und sammelte während der Zeit
seines Aufenthaltes daselbst fieisiig die Insecten jener Umgegend. Bald
brachte er eine große Menge derselben zusammen, die er durch Tausch
in kurzer Zeit so sehr zu vermehren wußte, daß er sich 1797 entschloß,
seinem Geschäfte zu entsagen, einen Insntenhandel zu beginnen, und
dem ihm angebornen Berufe seine ganze Lebenszeit zu widmen. Sein
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe W-Z, Band 6
- Titel
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Untertitel
- Buchstabe W-Z
- Band
- 6
- Autoren
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Verlag
- H. Strauß
- Ort
- Wien
- Datum
- 1835
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.3 x 22.0 cm
- Seiten
- 668
- Schlagwörter
- Nachschlagewerk, Biografien
- Kategorien
- Lexika National-Enzyklopädie