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4!8 Danhauser. — Danielsberg.
Assecuranz an. Für Waaren, welche durch eine zu erweisende Vernach-
lässigung auf den Dampfschiffen beschädigt werden, wird nur der Be-
trag von 70 Gulden C. M. für 100 Pfund vergüret, wenn deren Fac-
tura-Werth nicht weniger betragt, in letztere:« Falle dann nur von
diesem der ratirliche Theil. Hunde dürfen nur mitgenommen werden,
wenn solche aus dem Verdecke angebunden werden, und für selbe ist
von Station zu Station ein bestimmter Betrag von 1 — 2 Gulden
C. M. zu entrichten. Dis Frachtpreise für Waaren verschiedener Art
sind in 3 Classen getheilt/ und werden nach Centnern berechnet; einige
derselben zahlen doppelte Frachttaxe; Claviere, Kutschen :c. werden
nach dem Stück berechnet; einzelne Colli unter einem Centner zahlen so
viel/ wie ein Centner der zweyten Waaren-Classe. Stehen mehrere
Colli mit verschiedenen Zeichen auf einem Frachtbriefe/ so wird die
Fracht nicht nach dem Totalgewicht sämmtlicher Colli/ sondern für
jedes einzelne Collo berechnet; dieses ist ebenfalls der Fall, wenn meh-
rere Colli dasselbe Zeichen führen, aber verschiedene WaarengattunZ/n
enthalten. Durch die nunmehr zu so großer Ausdehnung und Vollkom-
menheit in so kurzer Zeit gediehene D. hat sich die Administration der-
selben durch ««ermüdete Thätigkeit und unverdrossenes Ausharren un-
streitig die größten Verdienste und Anspruch auf den wärmsten Dank
aller Vaterlandsfreunde erworben. Durch die große Ausbreitung der
D. , verbunden mit den jetzt im Werke stehenden Anlegungen von Ei-
senbahnen (s. d.) nach allen Richtungen ist die Zeit nicht mehr ferne,
wo der osterr. Kaiserstaat bey seiner reichgesegneten Production auch als
Handelsstaat eine höchst wichtige und bedeutende Stelle im europaischen
Staatensnsteme einnehmen wird. (Vergl. Demi rkap i ; Donau;
Don au fahrt von Wien dis Orsova; Szechenyi, Steph.
Graf v., im Hauptwerk und Suppl.) >
* Danhauser/ Ios. Zu der im Februar 1836 Statt gehabten
Preis-Concurrenz in der k. k. Akademie der bildenden Künste in Wien
hat der talentvolle Künstler ein historisches Bild: Abraham, die
Hagar verstoßend, geliefert, mit welchem er, unter vielen Mitbe-
werbern, den ersten kaiserl. Hofpreis erhielt/ mit dem die Anwart-
schaft auf eine kaiserl. Pensloncirssielle zu einem mehrjährigen Aufent-
balte in Rom verbunden ist. Ein zweytes neues Gemälde: Der reiche
Prasser aus der Bibel, hat er <o eben verfertigt und auch in demselben
sein großes Talent beurkundet.
- Danielsberg sin der Volkssprache Ie lsberg) , im Möllthale
des Villacher Kreises in Kärnthen, eine isolirte abgerundete Bergspitze
unfern Kolonitz, mit einer Kirche, welcher die Überreste eines dem Her-
cules gcweil ten Tempels nach dem Erkennen des rühmlich bekannten
Archäologen Dr. Fried r. Wi l h. Tbiersch, königl. bayer. Hofrathes,
enthält. Thiersch bestieg selbst 1820 diesen Berg, und entzifferte die
höchst interessanten, jedoch ziemlich verletzten römischen Inschriften,
nach welchen die Rcmer D o m i t i u s R u f u s und V a l e r i a A t t i -
ca diesen dem H e r c u l e s geweihten Tempel, vetuslglo coüap-
»um, in Folge eines Gelübdes, wieder herstellen ließen. Diese Errich-
tung soll nach dem Urtheile des Dr. Thiersch in die Zeif des Tibe-
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe W-Z, Band 6
- Titel
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Untertitel
- Buchstabe W-Z
- Band
- 6
- Autoren
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Verlag
- H. Strauß
- Ort
- Wien
- Datum
- 1835
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.3 x 22.0 cm
- Seiten
- 668
- Schlagwörter
- Nachschlagewerk, Biografien
- Kategorien
- Lexika National-Enzyklopädie