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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe W-Z, Band 6
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Diesbach. — Döbl ing. 421 Diesbach, Ioh, Dr. der Philosophie und Theologie, Professor der Kirchengeschichte und der Dogmatik an der Universität in P r a g, wurde zu Prag am 10. April 1729 geboren; studirte in der Vaterstadt die Hu- manioren, und trat 1746 in den Jesuiten-Orden. Nach vollendeten Pro- bejahren studirte er die Philosophie, w'rde zu O l mutz öffentlich geprüft, und vertheidigte 1750 philosophische Sätze. 1751 und 1754 lehrte er die Humanioren zu Olmütz und Brunn. Er kam dann nach Prag, und bestand an der dasigen Hochschule eine strenge Prüfung aus mehre- ren theologischen Gegenständen. 1760 wurde er an das k. k. Theresia- num nach Wien berufen. 1762 erhielt er die philosophische Doctor- Zu diesem Zwecke gab er: D« corporum aNi-ibutis 26 mentem ^05^0 vicwi, Prag 1761, 2. Aufi. eh. 1764, für seine Zuhörer heraus. Den Doctorgrad der Theologie bekam er 1767; jedoch 1770 übernahm D. das dogmatische Lehramt, und verlegte sich insbesondere auf das Studium der vaterländischen Genealogie, indem er zugleich Balbin's genealogische Tabellen von Böhmen fortsetzte und verbesserte. D.'s lite- rarische Thätigkeit hatte sich in Folgendem geäußert: I>6 Rpkemei-a- rum apparnione ki-a^ae Vokemorum odgervata, Prag 1765. — 8vnt2ßmal^cilo>vi-2teuin, eb. 1767. — "I'abularium bn^emo- neala^icum Volili5l2i La1l)lni i-ecognitum etc., eb. 1770. — nealogische Tabellen des Hauses Kaunil;, eb. 1770. — 1>2ctaw5 liä6,5pe et caritate, eb. 1770. — 1>2cl2tu8 6o le^lbu3, eb. 1771. — ve 2nzeli5 et 626M0nil)U5, eb. 1772. D. starb zu Prag den 2. Dec. 1792. * Dietrichstcin-Proskau-L.eslie, Moriz Graf v., wurde im Sept. 1836 Ritter des goldenen Vließes. * Dob' lhof-Dier, Änt . Freyh. v. , ist 1734 geboren. Dobritschan, böhm. Dorf im Saazer Kreise mit einem Mine- ralbade, welches unmittelbar in den meisten Krankheiten der Haut und der Gliedmaßen, und in einer Menge chronischer Krankheiten hülfreich wirkt und durchaus starkend ist. * Döbl ing. Eine der schönsten Bauten und Anlagen in diesem reizenden Orte ist der 1334—35 unter der Leitung des verdienstvollen Architekten Pichl aus dem Grunde neu aufgeführte, äußerst geschmack- volle, sogenannte Tulnerhof, ein Besitzt! .m des als Kunstfreund und um das Fach der vaterländischen Industrie so vielfach verdienten Rud. Arthaber. Imvosant und höchst geschmackvoll von Außen, mit einer der herrlichsten Fcmsichten in der Umgebung Wien's, ist es von Innen auf das prachtvollste decorirt und eingerichtet. Die ebenfalls ganz neu und höchst geschmackvoll erbauten Gewächshäuser, worunter sich das große durch ein schönes Portal auszeichnet, sind jetzt an exotischen Pflanzen und Blumen sehr reich, die noch fortwährend vermehrt werden; mit Ende !826 wird hier auch im herrlich decorirten Saale die Aufstellung der aus- gezeichneten Gemäldesammlung des Besitzers, größtentheils aus vorzüg- lich gelungenen Werken von Wiener Künstlern bestehend, Statt finden.
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe W-Z, Band 6
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe W-Z
Band
6
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
668
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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