Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Lexika
National-Enzyklopädie
Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe W-Z, Band 6
Seite - 422 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 422 - in Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe W-Z, Band 6

Bild der Seite - 422 -

Bild der Seite - 422 - in Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe W-Z, Band 6

Text der Seite - 422 -

422 Dömölk. — Drahomira. Dömölk, Benedictiner-Abtey im ungar. Dorfe gl. N., in der Eisen- burger Gespanschaft, mit einer Wallfahrtskirche, in welcher ein Marien- bild verehrt wird, daher der Ort auch Klein-Mariazell genannt zu werden pstegt. Diese Abtey wurde in neuerer Zeit (I7L0) gestiftet. * Domestical-Obligationen. Die Stande von Böhmen und Mahren haben bereits die Umlegung der D.-O. in Ärarial-Obligatio- nen vorgenommen. Donizetti, tajetan, ist 1797 in Bergamo geboren. Eitt Schüler Simon Mayr's in der Comvosition, machte er sich durch mehrere Opern, die hier und da sich auf dem Repertoire einige Mona- the hindurch erhalten, bekannt. Der Anfang seiner musikalischen Lei- stungen war die Oper: Heinrich, Graf von Burgund. Seine cursiren- den Opern sind: I^ a Regina 6i (^ol^an^a; «tto ine8i in una Olivo 6 I>25HU3l6; l^ l^ iai-H t: äeratina; ^01-21^6 cli (^rana^2; ntl Dol^ 'NÄ ; i'oi'Huato 1^880; I'austa; l'esuie 6i I^oina; 1a !-i8ina; der Liebestrank; der Wahnsinnige auf der Insel St. Domingo; die Sündfluth unfeine der neuesten Opern: Mai-ino ^lierl)^ welche D.'s 43. Werk ist. Übrigens sind seine Compositionen durchaus bloß epheme- re Erscheinungen. D. ist Professor des Contrapunctes und der Comvo- sition am königl. Conseroatorium zu Neapel. * Draller-Manfred, lar l Fcrd. Unter dem Nahmen Man« fred erschien von ihm vor Kurzem: Gruppen und Puppen, Erzählun- gen, Novellen, Sagen, Bilder und Skizzen, 2 Bde., Leipz. 1326. Drahomira / Herzoginn von Böhmen. Herzog Spitignew von Böhmen starb 921. Ihm folgte sein Bruder Wratislaw in der Regierung. Dieser hatte sich mit einer heidnischen Prinzessinn, D., vermählt. Sie war die Tochter eines Fürsten, welcher über jene Sla- ven herrschte, die im heutigen Brandenburg wohnten, und sich Sto- rodaner nannten. Wrat is law zeugte mit ihr 2 Söhne, Wenzel und Boleslaw. Er starb und wurde in der Kirche bey St. Georg, die er auf dem Prager Schlosse erbaut hatte, begraben. Er hatte ver- ordnet, daß nach seinem Tode seine Mutter L u d mil la über das Herzog- thum herrschen sollte. Sie that es, und erzog zugleich seinen ältern Sohn Wenzel. Allein D., die verwitwete Herzoginn, welche die Erziehung des andern Prinzen, ihres Sohnes Boleslaw, übernommen hatte, strebte nach der Herrschaft. Sie ließ die Regentinn Ludmilla auf ihrem Schlosse Tetin umbringen, und gelangte auf diese Art zum größten Nachtheil und Schabn des aufblühenden Christenthums, zur Regierung über Böhmen und zur Vormundschaft über ihre beyden Söhne. Sie vertrieb die christlichen Priester, sperrte oder zerstörte die wenigen Kirchen, und gab sich alle Mühe, die neue Religion zu ver- tilgen. Dann schickte sie den Storodanern, ihren Landsleuten, welche der König von Deutschland, Heinrich I., bekriegte, Hülfsvölker. Heinrich wollte sie auf seine Seite bringen / und fertigte deßwegen Gesandte an sie ab; aber D. ließ sie in ein Gefängniß werfen. Nun zog Heinrich mit einem ansehnlichen Heere nach Böhmen, um die Mißhandlung seiner Gesandten an D. zu rächen. Die Böhmen wurden dadurch so in Schrecken gesetzt, daß sie die Thore öffneten, sobald sich
zurück zum  Buch Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe W-Z, Band 6"
Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe W-Z, Band 6
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe W-Z
Band
6
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
668
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Österreichische National-Enzyklopädie