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426 Einsiedet. — Eisenbahnen.
Kenntnissen ausgerüstet schritt E. um die außerordentliche Lehrkanzel der
pharmaceutischen Waarenkunde an der Wiener Hochschule ein, welche
ihm 132^ verliehen wurde. 1327 wurde ihm gestattet, die öffentl. au-
ßerordeml. Vortrage auf das Gesammtgebierh der Pharmacie nebst der
pharmaceutischen Waarenkunde auszudehnen. Die vielseitige Anerken-
nung seiner literarischen Arbeiten und mehrere von ihm in Zeitschriften
erschienene Aufsähe, so Me die Würdigung der unermüdlichen Thätigkeit
E.'s für Wissenschaft und Gemeinnützigkeit bewogen mehrere inländische
patriotische und auswärtige gelehrte Gesellschaften ihm Diplome als cor-
resp. Mitglied zuzusenden. 1336 wurde ihm die außerordentl. Lehrkanzel
der Vorbereitungswiffenschafien für Wundärzte an der Franzens-Univer-
sität zu Ol mutz verliehen. Die von E. herausgegebenen Werte sind:
Handbuch der pharmaceutischen Waaren- und Präparatenkunde, 2 Bde.,
Wien 1826. — Handbuch der pharmaceutischen Chemie und der Apo-
thekerkunst, eb. 1823 — Die Stö'chiometrie ohne Beyhülfe algebrai-
scher Berechnungen erläutert, ed. 183l). — Lehrbuch der Pharmacie,
enthaltend: 2) Die »harmaceut. Waarenkunde sammt den Vorbegriffen
der Naturwissenschaft, insbesondere der Mineralogie und Botanik, 2
Bde., eb. 1332. b) Die Pharmaceut. Chemie sammt den physikalischen
Vorbegriffen in 2 Abtheilungen, eb. 1832. c) Handbuch der Apothe-
kerkunst, eb. 1833. (Dieses Werk ist in den meisten Provinzen der
österr. Monarchie zum Unterrichte der Apothckrlehrlinge eingeführt
worden.) — Das Neueste und Wissenswertheste aus dem Umfange der
Pharmacie und ihrer Grundwissenschaften; eine Pharmaceut. Zeitschrift,
bisher 4 Hefte. — Pharmaceut. Praparatenkunde, 2. Aufl., eb. 1335.
Außerdem hat E. 1835 eine technisch-populäre Zeitschrift unter dem Ti-
tel: Österreichisches Wochenblatt für Industrie, Gewerbe, Handel und
Hauswirthschaft gegründet (Wien), von welcher er bis zu seinem Ab-
gänge nach Olmütz (April 1836) Redacteur und Herausgeber war.
Einsiede!, ungar. Bergfiecken im Zipser Comuat, am Gölnitz-
fiusse, hat 2,160 Einw. und Kupfergruben.
^ Eisenbahnen. Nachdem die 1825 begonnene Eisenbahn zur
Verbindung der Moldau mit der Donau und dieses Flusses mit dem
Gmundnersee fast schon ganz zu Stande gebracht worden, und man
allgemein die großen Vortheil? eines solchen Transportmittels sowohl
durch Ersparung an Zeit, an Frach:kosten wie an Kraftaufwands hin-
länglich kennen und würdigen gelernt hatte, kam im Frühjahre 1836
aufAnreaung des Salomon M. Freyh. v. Rot-schild, Mitglie-
des des berühmten Handelshauses M. A. v. Rothschild und Söhne,
ein weiterer Plan zur Ausführung einer Eise.:babn von großer Aus-
dehnung und Gemeinnützigkeit zur Sprache, nähmlich die Anlegung
einer Eisentrace Galiziens mit Osterreich. Die Vorausmessungen und
Überschläge zu dieser Riesenunternehmung wurden bereits von practisch-
bewährten, sachverständigen Männern gemacht, und Freyh. v. Roth-
schild hat zu diesem Zwecke eine Actien - Gesellschaft mit kaiserli-
cher Bewilligung gegründet und ein eigenes Privilegium zur Errich-
tung dieser Eisenbahn zwischen Wien und Bochnia mit den Neben-
bahnen nach B rünn, Olmütz und Troppau, dann zu den Salz-
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe W-Z, Band 6
- Titel
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Untertitel
- Buchstabe W-Z
- Band
- 6
- Autoren
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Verlag
- H. Strauß
- Ort
- Wien
- Datum
- 1835
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.3 x 22.0 cm
- Seiten
- 668
- Schlagwörter
- Nachschlagewerk, Biografien
- Kategorien
- Lexika National-Enzyklopädie