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434 Fahncnberg. — Ferdinand I, Raiser v. Oesterreich.
gegen dem errichten, daß'sie dieselbe durch Christen oder tolerirte Juden
- besorgen lassen. Landesfabriksinhabern, wenn sie gleich Juden sind, kann
die Errichtung eigener Niederlagen nicht versagt werden, nur müssen sie
sich solcher Leute bedienen, die zum hiesigen Aufenthalte geeignet sind.
Ein Inländer kann im Auslande Niederlagen halten, muß aber hier-
über Ausweis erstatten.
* Fahnenberg, Aegyd Ios. Carl Freyh. v., starb den 8.
Iuny 1827 zu Wien.
Fej6r, Georg, Dr. der Theologie, königl. Rath, Propst und
Präfect der Pesther Universitäts-Bibliothek, ist zu Keszthely im
Szaläder Comitat den 23. April 1766 geboren. Philosophie studirte er
zu Ofen^ dannzn Pesth biS 1785, Theologie zu Preßburg bis
1790. Hierauf ertheilte er Unterricht in dem grafi. Fest etics'schen
und v. Urmeny'schen Hause. 1802 tradirte er Dogmatik, und ward
sofort Pfarrer zu Kov acs, worauf er. ron 1818—24 Schulen- und
Studiendirector zu Raab war. Seit 1324 bekleidet er den Posten
eines Prafecten der Uriversitats-Bibliothek zu Pesth. F. ist einer
der gründlichsten und fleißigsten Gelehrten. Zu seinen zahlreichen im
Druck erschienenen Arbeiten gehören: Otlicium kakocxianuin, Ofen
1806. — ^nlni-opolo^ia (ungarisch), eb. 1307. — Institutionez
tn^olo^iae cloAmat., 4 Thle., eb. 1310. — Ingtitutiones ^ogin
7 Thle., Wien 13l5. — HIostani es re^i ^eo^rgpniai I^ e
5 Thle., Pesth 1317—13. — In8tiwt«0ne8 tnenlo^. et ^«
3 Thle., Wien 1319—20. — Coärx 6iplom2t. Hungariae
8i38t. et civil, slilp. vii-i^. ^i-^ia^ianae, 17 Bde., Ofen 1829—32.—
doclex 6ip1c>M3l. stii-p. ^rpa^iano-^nciegavenäis, 13 Bde., eb.
1333—35. — Diilrnaliitt? cuin i-eAnn Hun^ai-iae nexus, eb. 1834.—
(^aliciae, I^o^oinei-ia« cum re^no Hun^Iriae nexu8, eb. 1834. —
Die Anzahl der Schriften F.'s, unter denen viele Recensionen und
Dissertationen, auch ökonomischen und poetischen Inhalts, betragt
an 100.
* Fendi/ f)et. Außer mehreren gelungenen Werken verfertigte
F. 1834 im Auftrag der Kaiserinn Maria Caroline Auguste
ein höchst gelungenes Aquarellgemalde, die kaiserl. Familie, wie sie
sich in dem genannten Jahre unter Kaiser Franz befand, mit 37 Por-
träts in ganzer Figur/ an welchem die schöne Composition und äußerst
geistreiche Anordnung der Gruppirung vorzüglich zu loben ist, wenn
daß schöne Bi!d auch vielleicht theilweise in Hinsicht der genauen Por-
träts-Ähnlichkeit Manches zu wünschen übrig lassen sollte. Gegenwärtig
wird das Gemaldevon dem talentvollen Künstler Ioh. Passini (s. d.)
im Auftrag der Kaiserinn-Mutter in Kupfer gestochen.
* Ferdinand I. (Carl Lcop. Ios. Franz Marcellin),
Kaiser von Osterreich. Nachdem sich gleich nach dem Antritte der Regie-
rung durch mehrere zweckmäßige Anordnungen und Einrichtungen der
milde Geist des Kaisers segenbringend gezeigt hatte, empfing er den
14. Iuny 1835 die feyerliche Erbhuldigung des Erzherzogthums unter
der Enns, welche mit althergebrachtem Pompe und dem Zudrange einer
unermesilichen Volksmenge, die ihre freudige Theilnahme auf die unzwcy-
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe W-Z, Band 6
- Titel
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Untertitel
- Buchstabe W-Z
- Band
- 6
- Autoren
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Verlag
- H. Strauß
- Ort
- Wien
- Datum
- 1835
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.3 x 22.0 cm
- Seiten
- 668
- Schlagwörter
- Nachschlagewerk, Biografien
- Kategorien
- Lexika National-Enzyklopädie