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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe W-Z, Band 6
Seite - 457 -
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Seite - 457 - in Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe W-Z, Band 6

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G o l d . 457 auch alle Flüsse und Bäche, ja selbst die, welche durch Regengüsse .ent- stehen, Gold führen. Der siebenbürgische Goldbau soll schon über 2,000 Jahre alt seyn, seine Goldanbrüche waren schon zu den Zeiten, als die Römer das Land besaßen, bekannt und auch benützt. Man findet hier das G. gediegen, wie auch mit andern Metallen verbunden, unter den größern und kleinern Flüssen, die fast alle mir ihrem Sande Goldkörner, nicht selten von ansehnlicher Größe führen, zeichnen sich besonders die Flüsse: Aranyos, Maros, Körös, Szämos u.a. aus. Gegenwartig rechnet man im ganzen Lande 2—2,500 Mark jährlicheAusbeute, ohne das Waschgold. Höchst merkwürdig für den Mineralogen ist die Verbin- dung des G.es mit Tellur, welches die sogenannten weißen Goldgattun- gen bildet, und bloß diesem Lande eigenthümlich ist. Man baut auch G. bey Za la thna , Abrudbanya , Vöröspatak, Szeke- remb, Offenbänya, Nagyäg, Nado l , Boicza, Bucsum, Csertez, Bukuresd und Körösbanya :c., worunter Zalath- na die ergiebigste Ausbeute liefert. Der Feingehalt des siebenbü«gifchen O.es steigt von 15 bis 23 Karat 6^ Gran, es sind daher in dem fein- sten siebenbürgischen G.e nur 5^ Gran Silber enthalten. Dazu gehört noch das Waschgold, welches meistens von Zigeunern gewonnen wird, jedoch früher größern Ertrag abwarf. So gab es ehemahls bey Vörös- patak einen etwa 400 Fuß hohen, aus vulkanischem Gestein, mit e.in- gesprengten Goldkörnern bestehenden Berg, um welchen herum 1,400 Goldwaschen, die das Wasser trieb, lagen, die unaufhörlich G, aus- brachten. Gegenwärtig sind die wichtigsten Goldseifenwerke auf der Fla- che von Oläh-P ian und an den Flüssen Maros, Szämos, Ompoly, Aranyos:c. Die dorr arbeitenden Zigeuner, Goldwäscher oder Gold- sammler genannt, stehen unter einem Oberaufseher (gewöhnlich ein un- gar. Edelmann) , bezahlen ihre Abgaben jährlich mit einigen hun- dert Piset G.es und der Überrest ihres gewaschenen G.es wird von dem Ärar gegen einen bestimmten Preis eingelöst. Das erzeugte Gold wird fast nur zur Vermünzung auf Ducaten in der Carlsburger Münze ver- wendet. — Zunächst an Siebenbürgen ist hinsichtlich des Ooldbaues U n- garn zu nennen. Man findet dieses edle Metall daselbst sowohl in einigen Bergwerken, als auch in dem Sande mehrerer Flüsse, nah- mentlich der Donau, Theiß, Szämos, Körös, Maros, Temes, Ne- ra, Dräu und Mu<r. Das Kremnitzer Gold wird für das reinste, und nach dem arabischen für das beste gehalten. Das meiste G. wird. in den Bergwerken zuKremnitz, Schemnitz, Nagy -Banya , Neu- sohl u. s. w. gewonnen, und man gibt die jährliche Ausdeute an die- sem Metalle, mit Einschluß der kleinern Werke, wo man auf Gängen in Gesellschaft anderer Erze auch G. sindet, auf 1,600 Mark oder 8Ctr. an. Der Ertrag des Waschgoldes aus den Flüssen, welches durch Bauern und Zigeuner gewonnen wird, ist so genau nicht auszumitteln. Die Kremnitzer königl. Goldgruben, in welchen bey 750 Bergleute be- schäftigt sind, führen den gemeinschaftlichen Nahmen der königl. Gold- kunsthandlung , welche in die vordere und hintere Zeche oder Grube ge- theilt wird. Da das Hauptlager dieser Gruben größtentheils einge- sprengte Schwefel- und Kupferkiese und im Ganggestein auch die zanc«
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe W-Z, Band 6
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe W-Z
Band
6
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
668
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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