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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe W-Z, Band 6
Seite - 464 -
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G r ü b l e r . schwächt, mußte zurücktreten, und so war die ganze Unternehmung, nahe der Ausführung, schon mißlungen, als der Prospect derselben erschien. G.-H- selbst erlitt nun durch Nichtausführung des Unternehmens, des. sen Vorbereitung ihm bedeutende Summen gekostet, einen so großen Verlust, daß er das Institut kaum im Kleinen erhalten konnte und seine Thätigkeit nach Herausgabe einiger Charten einstellen mußte. Er sah sich demnach abermahls auf seine Feder angewiesen. Seit 1833 lebt er in Stuttgart. Außer den erwähnten Schriften hat G.-H. herausge. geben: Österreich wie es ist (von Hans Normann), ^ Bde., Leipzig 1832. — Geschichte der ö'sterr. Staaten und Länder ( l . Bd. Gesch. der österr. Länder unter österr. Herrschaft), eb. 1833. — Austria, Zeitschrift für Deutschland.und Osterreich, 2 Hefte, eb. 1833. Ferner schrieb er: Ungarn das Reich, Land und Volk (von H.N orman n), 2Bde., eb. 1833. —Memoiren eines ausgewanderten Österreichers (vonH.N orman n), eb. 1833. Zugeschrieben werden ihm: Novellen, Sagen und Gedichte (von H. Normann), eb. 1334. — Buch der Freyheit oder Geist des 19. Jahrhunderts, eb. 1834. Seine neuesten Schriften sind: Gallerie der be- rühmtesten Denker, 1. Bd. (Voltaire), Stuttgart 1635 (auf 25 Bände berechnet und von G.-H. nur redigirt). — Lebens- und Re- gierungsgeschichte Joseph's I I . , 3 Bde., eb. 1835. — Leben, Wir. ken und Tod des Kaisers Franz I. , eb. 1835. — Der König, ein Roman, 2 Bde., eb. 1835. — Osterreich im Jahre 1835, eb. 1836. — Erzherzog Carl und der Weltstreit von 1792 — 1815, I. Abth., eb. 1336. Alles was sonst noch unter G.-H.'s Pseudonah« men (Normann) erschienen, wird von ihm desavouirt; eben so einige anonyme Schriften, woran seine Theilnahme überhaupt und der Grad derselben ungewiß ist. Grübler, Florian, Bildhauer, wurde zu Kolbn>tzimMöll- thale Kärnthens am 21. März 1746 geboren. Als Knabe schon machte er sich durch Vorliebe zum Zeichnen bemerkbar, welcher Neigung sein wiewohl unbemittelter Vater eine entsprechende Richtung zu geben be- dacht war. Et brachte den Knaben in noch zarten Jahren zu einem Verwandten fiach Burghausen in Bayern, damit derselbe dort die Bildhauerkunst, in der er bald auffallende Fortschritte machte, erler- nen sollte. Nach Vollendung seiner Lehrzeit begab er sich auf Reisen, und arbeitete in verschiedenen großen Städten des deutschen Reichs; doch keinen Schnitt mehr in Holz, sondern forthin in Stein und Me- tall. ZuManheim zog er zuerst die Aufmerksamkeit der Kunstwelt auf sich, wo er unter vielen andern Künstlern an einer Preisaufgabe glück- lich gearbeitet, und dadurch den akademischen Preis errungen hatte. Bald darauf erhielt er einen Ruf nach München, wo er im Garten zu Nymphenburg lange Zeit an den herrlichen, dort aufgestellten, steinernen Statuen mitgearbeitet, zum Theil auch diese Kunstarbeiten geleitet. Von da begab er sich 'gegen das Jahr 1730 nach Wien, von wo aus er mir 2 andern Bildhauern vom k. k. Hofe nach Innsbruck beordert wurde, um dort am Monumente, welches die Kaiserinn Maria Theresia ihrem Gemahl, Franz I., errichten liesi, zu arbeiten. Nach Vollendung dieser Arbeit kehrte er nach Wien
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe W-Z, Band 6
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe W-Z
Band
6
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
668
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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