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G ü n t h e r . -^ - 6 a a g.
Musiklehrer nach Molzbüchl und 1820 als wirklicher Schullehrer
und Organist nach Weitenfeld. Hier wurde er mit dem BezirkScom-
miffo'r zu Ourk, Ios. Mit terdorfer, bekannt. Da er die von ihm
erhaltene Aufgabe, zu Castelli's Singspiel, „der Wilddieb," die
Musik für das ganze Orchester zu componiren, glücklich löste, so ver-
wendete er sich für ihn, daß er 1822 in gleicher Eigenschaft nach Gurk
übersetzt wurde. Hier componirte G. bis 1834 mehrere solenne Messen,
Concerte für 2 Pianoforte, Variationen für Pianoforte, Violine/
Guitarre; Sonaten für diese Instrumente; die Musik zum Singspiel,
„der Käfig," von Kotzebue:c. Seit 1825 ist G. in der Stadt St .
Veit als erster Organist angestellt. Seitdem hat G. noch componirt:
5 solenne Messen, Offertorien, 2 Concerte für das Pianoforte, mehrere
Terzetten, für Pianoforte, Flöte und Guitarre, mehrere Sonaten
für Pianoforte und Violine oder Flöte, Chöre für das ganze Orchester.
* Günther, Ant. Neu ist von diesem merkwürdigen Geiste:
I'komag a scrupolis, zur Transfiguration der Persönlichkeits-Pan-
theismen neuester Zeit, Wien 1836.
Guntramsdorf, niederösterr. Marktflecken im V. U. W. W.,
in ebener Lage, am Badner Mühlbache, nicht weit vom Schifffahrts-
canale und von der Hauptstraße nach Steyermark, mit 1,150 Einwohnern.
Die Umgebung war früher sehr naß und sumpfig, und wurde erst in
neuerer Zeit ganz trocken gelegt. Die Pfarrkirche St . Jacob ist un-
ansehnlich, aber der herrschaftliche Traunhof, der Wodeck'sche Hof
u. a. sind hübsche Gebäude. Es besteht hier eine Papiermanufactur (im
ehemahligen Fürstenhofe), eine Baumwoll- und Leinenwaarendrucke-
rey, am Canale ein Kalkofen, und an der Poststraße 2 Ziegelöfen,
wovon einer kaiserlich ist. .
Gußspiegelfabrik, k. k., zu Schlegelmühl in Niederöster-
retch, s. Spiegesfabrikation und Handel (im Hauptwerk).
Guttaring, illyr. Marktflecken im Villacher Kreise Karnthens,
zählt 600 Einw., die sich größtentheils vom Feldbau nähren. In der
Nähe liegt die Wallfahrtskirche Mariahül f .
* Gyrowey, Adalb. Eine in sehr angenehmem Style ge-
schriebene Oper: Felix und Adele, wurde 1830 mit Beyfall im Theater
nächst dem Kä'rnthnerthor in Wien aufgeführt. — Seine neuesten Ar-
beiten sind: Hans Sachs in späternIahren, Oper in 2 Acten. — Eine Messe
in (^. — Zwey vierstimmige Vocal-Chöre nebst einem Graduale. —DaS
Alpenmädchen, Lied für eine Singstimme mit Pianoforte-Begleitung.
H.
^ g , gut gebauter oberösterr. Marktstecken von 600 Eimvi
im Hausruckkreise, am Fuße des Hausruck, mit 3 Springbrunnen
und einem reich dotirten Spitale. In der Naheliegt das Schloß S t ar-
hemberg, 1805 Napoleo n's Hauptquartier.
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Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe W-Z, Band 6
- Titel
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Untertitel
- Buchstabe W-Z
- Band
- 6
- Autoren
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Verlag
- H. Strauß
- Ort
- Wien
- Datum
- 1835
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.3 x 22.0 cm
- Seiten
- 668
- Schlagwörter
- Nachschlagewerk, Biografien
- Kategorien
- Lexika National-Enzyklopädie