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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe W-Z, Band 6
Seite - 471 -
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sammerschmidk 47R thes in stark hervortretenden Zügen vor Augen stellen. Daher ist der Verfasser glücklich zu preisen / daß er, stammend aus dem Feuergeiste des Morgenlandes, mit seinen paradiesischen Speisen der Milch und des Honigs schon in der Wiege genährt, erzogen in der orientalischen Aka- demie der mit dem Osten in lebendigem Verkehre stehenden deutschen Kaiserstadt, in seinem eigenthümlichsten Wesen erkannt und ermuntert von Ioh . v. Mül ler , begrüßt und geweiht von einem prophetischen Worte Herder's, des Hohenpriesters des Morgenlandes, gebildet durch Rbisen und Aufenthalte auf dem Boden der frühesten Sehnsucht, nach seiner Rückkehr durch übertragenen ämtlichen Beruf mit ihm in pfiichtmaßige Verbindung gesetzt, — daß er in seinem 60. Lebensjahre, in welchem er gegenwärtig steht, in derselben ungeschwächten Iugend- kraft, wie sie Schleiermacher in feinen Monologen sich als Jüng- ling geweissagt, und als Greis bis zum Tode erhalten hat, mit Herz und Mund singen konnte: Nicht den Elementen traue. Noch der eigenen Kraft, Sondern Gott dem Herrn vertraue. Der zur Höhe dich rafft." H.'s staunens- und Hochachtenswerthe Fruchtbarkeit liefert den Be- weis, zu welch' stattlichem Ergebnisse geistvolles Sammeln schon von frü- her Jugend an, weise Anwendung der Zeit und Kraft, Leichtigkeit im Arbeiten, und rührige concentrische Thätigkeit führen können, wenn, wie bey H. Geist, Talent und Wissen im Bunde. — 1336 wurde H. vom Kaiser taxfrey in den Freyherrnstand erhoben, und ihm gestattet, daß er als Universalerbe der Johanna Gräfinn v. Purgsta l l , und Besitzer der aus ihrem Nachlasse herrührenden Fideicommiß-Herrschaft Hainfeld in Steyermark, den Nahmen und das Wapen der nun- mehr erloschenen Familie Purgstal l mit seinem Nahmen und Wapen vereinige. (Vergl. Purgstal l ) — Ferner wurde ihm von dem König von Hannover das Commandeurkreuz des Guelphen-Ordens, und vom türkischen Kaiser der ottomanische Verdienst - Orden (Orden der Be- rühmung) verliehen. Hammerschmidt, Carl Eduard, Dr. der Rechte und Mit- glied der Wiener juridischen Facultät, ist den 12. Iuny 18(51 zu Wien geboren; vollendete seine juridischen Studien an der Wiener Universität 1824, erhielt daselbst die Doctorwürde und widmete sich nun der Rechts- praxis theils bey Advocaten, theils in seiner Dienstleistung bey der k. k. mederösterr. Hofkammer-Procüratur, bis ihm der 8tallu8 a^^näi für die Provinz Niederösterreich, und gleichzeitig von dem k. k. General- Militär-Commando in Nieder- und Oberösterreich die Militär-Agentie ertheilt wurde. — Schon während der Studien bewog ihn seine Vor- liebe für Naturgeschichte diesem Zweige des Wissens seine Mußestunden zu widmen, und aus Privatfieiß mehrere naturwissenschaftliche Vorlesun- gen an der Wiener Universität zu besuchen. H. beschäftigte sich längere Zeit mit Untersuchung der wirbellosen Thiere; seine gründlichen Beobach- tungen der Kerf-Metamorphosen verschafften ihm die Aufnahme «in die kaiserl. Leopoldinisch - Carolinische Akademie der Naturforscher inBonn,
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe W-Z, Band 6
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe W-Z
Band
6
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
668
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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