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Herberstein, die Freyherren und Grafen. — Herring. 479
Lemberg, war den 14. Sept. 1760zuBresla u geboren. SeineStu-
dien begann H. an der Berliner Universität, beendigte solche an jener
zu Wien, und trat vom Oberarzte bey dem k. k. Chevaurlegers-Regi-
ments Nr. 3, nach mitgemachtem Türkenkriege in den Civildienst über.
Sein rastloser Diensteifer verbunden mit Humanität und strenger Recht-
lichkeit, gewann ihm allgemeine Achtung, und in Rücksicht seiner ge-
diegenen Kenntnisse wurde ihm nicht selten die Supplirung der erledig-
ten Lehrkanzel der Geburtshülfe an der Lemberger Universität übertra-
gsn. H. machte sich durch die Verbreitung der Kuhpockenimpfung vor-
mglich verdient, und zu früh für die leidende Menschheit, erlag er, ein
Opfer seiner Anstrengungen während der Cholera, selbst dieser Krankheit
am 13. Nov. 1332. Außer mehreren Aufsätzen in Loder's und Hufe-
land's medic. Annalen, ersch/en von ihm: Über das Selbstsäugen der
Kinder, Breslau 179t). — Über das Verhalten der Frauen im Wo-
chenb.tte,.eb. 1792. —Die schützende Kuhpocke,Wien 1303.—Briefe
an Dr. de Carro über das glückliche Fortschreiten der Schutzpockenim-
pfung in Galizien, eb. 1304.— Dessen Sohn Ios. Heinr. H., k. k.
Hofconcipist, geboren zu Gaya in Mähren den 17. Iuly 1783, stu-
dirte zu Lem berg, dann zu Kaschau, und vollendete, nach mehr-
jährigem Aufenthalte in Rußland seine Studien theils an der Wieker",
theils an der Krakauer Universität. An letzterer absolvirte er die Rechte,
was ihm nach überständenen Rigorosen sämmtlicher Rechtswissenschaft
ten, 1316 legalisirt wurde. Literarischer Thätigkeit zugewendet, hatte
er schon früh einige dramatische Arbeiten geliefert, welche in L em b e rg
mit Beyfall gegeben wurden. Anderweitiges von seiner Feder enthalten
die vatetländischen Blätter, Sartori's Löndermerkwürdigkeiten und
Naturwunder der österr. Monarchie; der Zuschauer; Mnemosyne 2c'.
Bey einer besondern Veranlassung ertheilte ihm 1327 KaiserFranz die
goldene Denkmünze.
* Herberstein, die Freyherren und Grafen. Otto Franz Ios.
GrafzuH.-Moltke, starb unverehelicht den 15. Sept. 1831.
* Herloßsohn, Carl Georg Reginald. Er gab unter andern
— Steph. Malyder,2 Thle., eb.
1823.— Der Venetianer, 3 Thle., eb. 1329. — Hahn und Henne,
eb. 1830. «-Der Ungar, 3 Thle., eb. 1332. — Cometenstrahlen, eb.
1833. — Mephistopheles, Taschenbuch auf 1833, mit 3 illum. Kupf.,
eb. — Der letzte Taborit, 2 Thle., eb. 1834. —Damen-Conversations-
Lericon, Stuttgart 1835; (bereits bis zum 7. Bande gediehen). —Meh-
reres in der Gallerie neuer Original- Romane (Leipzig).
Herring, Ioh. Ritter v., k. k. privil.Großhändler inBrünn,
Ritter des österr. Leopold-Ordens, und Mitglied der k. k. mährisch-
schlesischen Gesellschaft zur Beförderung des Ackerbaues, der Natur-
und Landeskunde, wurde am 14. Febr. 1758 zu Tennenloch im
Anspach-Bayreuthischen geboren. Nach vollendeter wissenschaftlicher Bil-
dung sich dem Handel widmend, kam derselbe 1779 in Handelsgeschäf-
ten nach Mähren, etablirte 1790 eine k. k. privil. Großhandlung in
Brunn, und übernahm 1793 in Gesellschaft mit Abraham Greisin-
ger und Ios. Vinc. Müller, die dortige mähr. Leihbank, nebst dem
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe W-Z, Band 6
- Titel
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Untertitel
- Buchstabe W-Z
- Band
- 6
- Autoren
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Verlag
- H. Strauß
- Ort
- Wien
- Datum
- 1835
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.3 x 22.0 cm
- Seiten
- 668
- Schlagwörter
- Nachschlagewerk, Biografien
- Kategorien
- Lexika National-Enzyklopädie