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Tode des Mannes bis zu jenem der Witwe, oder bis zur Auflösung des
Cautionsbandes, wenn die Einkünfte nur 40l) Gulden in Einlösungs-
scheinen oder weniger jahrlich betragen, bloß mit einem Viertel, und
wenn sie mehr alS 400 Gulden in Einlösungsschemen ausmachen, nur
mit einem Drittel cedirt, und mit Verboth belegt werden. Auf das
eingelegte Capital selbst haben Vormerkungen allerdings, aber nur un-
ter der Beschrankung Statt, daß die Tilgung der Schuld aus dem Cau-
tions-Capital nicht eher, als nach erfolgter Auflösung des Cautions-
bandes bewirkt werden könne.
* sildenbrand, Franz Xav. iLdler v. Bey Gelegenheit
der im Herbste 1835 in Oberitalien ausgebrochenen und auchMailand
heimsuchenden Choleraseuche zeichnete sich H^ durch die thatigste Ver-
wendung und Vorsorge höchst rühmlich aus, er besorgte mit dem groß«
ten Eifer die Errichtung verschiedener zur Aufnahme von Cholerakranken
bestimmter Localitäten in Mai land, deren Zweckmäßigkeit, sowie
die Reichlichkeit der herbeygeschafften Mittel und die an jedem Orte und
in den einzelnen Maßregeln herrschende umsichtige Vorsorge der Vice-
könig des lombard.-venetian. Königreichs, Erzherzog Rainer, bey
der Besichtigung dieser Anstalten ehrend anerkannte. 1836 ward H. der
Orden der.eisernen Krone 3. Classe zu Theil.
* Hiller, Ioh. Freyl). v., wurde 1748 geboren; ward 1763
Cadet im Infanterie-Regimente Nr. 8> 1763 Lieutenant im Drago-
ner-Regimente Nr. 3, kam 1771 zum Infanterie Regiments Nr. 35,
1774 aber als Capitän zum Warasdiner Krquzer-Regimente, bey wel-
chem Regimente er IWZ^zum Major, 1783zum Oberstlieutenant unb
1739 zum Obersten avancirte. Er war ein Liebling Loudon's; zeichnete
sich 1788 beym Sturm Kuf Nori , und 1739 bey den. Belagerungen
von Berbir und Belgrad ungemein aus, und erwarb^ sich bereits
damahls das Maria-Theresienkreuz. Er starb zu Lemberg den 5.
Iuny 1319.
snogek, Ant. Adalb., ist den 4. Dec. 1799 zu Brand eis
an der Elbe in Böhmen geboren, vollendete die theologischen Studien
zu Leitmeritz, wo er am 24. Aug. 1822 die Priesterweihe erhielt.
Bald nach seiner Anstellung als Cooperator in Bö hmisch-A icha ward
H. als Professor der Pastoraltheologie zu dem theologischen Institute
nach Leitmerih berufen, und darauf zum Dechant in der königl. Leibge-
dingstadt Melnik befördert. Außer mehreren gediegenen Aufsätzen in
böhm. Sprache, welche in der theolog. Quartalschrift des Prager Con-
sistoriums enthalten sind, schrieb H. in deutscher Sprache ein auf 5
Bande berechnetes theologisch-pastoralistisches Werk unter dem Titel:
Christkatholische Liturgik, zunächst zur Ausübung für Pfarrer und Ca.
plane des Weltpriesterstandes in der abendländischen Kirche:c., wovon
der 1. Theil, Prag 1835, erschien.
.^ sochenauer, Laur. Franz, Propst, Dechant und Stadtpfarrer zu
Friejach, früher Dechant und Pfarrer zu Ober-Vellach in Kärn-
then, geboren den 29. Jan. 1784 zu Klagen fürt; wurde, als er
nach vollendeten theologischen Studien das zur Priesterweihe gesetzliche
Alter noch nicht erreicht hatte, in der bischöfi. Gurter Ordinariatskanz-
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe W-Z, Band 6
- Titel
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Untertitel
- Buchstabe W-Z
- Band
- 6
- Autoren
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Verlag
- H. Strauß
- Ort
- Wien
- Datum
- 1835
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.3 x 22.0 cm
- Seiten
- 668
- Schlagwörter
- Nachschlagewerk, Biografien
- Kategorien
- Lexika National-Enzyklopädie