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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe W-Z, Band 6
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499 Hummel. — Hunyad, I oh. oierhandiges I^onäo pa^oi-ale, zwey Capriccios für Pianoforte und Violoncell, ein Nachruf an Beeth ov en und einer an Schubert, dann zwölf Hefte des von ihm redigirten Oratzer musikalischen Heller- magazins, einige Nummern des in Wien erschienenen: „Vollkomme- nen Organisten," ein in Leipzig gedruckter Trauermarsch in v-mol l , endlich die Ouvertüre aus der Oper Leonore zu zwey und vier Händen. Noch im Manuscript befindliche Clavierwerke von H. sind eine Sonate ink-äui', dem Erzherzog Ruoolvh gewidmet, und eine vierhändi- ge Sonate in ^V-äui-. Außerdem schrieb er die Chöre zu den Koll« mann'schen Schauspielen: „Die Drachenhöhle bey Röthelstein" und „Carl von Osterreich," dann zur„Genovefa" von Frey; weiters compo- nirte er ein Streichquartett in (7>6ui-, drey Symphonien? vier Con- cert-Ouverruren und einen großen patriotischen Chor, welcher bey der letzten Anwesenheit des Kaisers Franz in Grätz producirt wurde. Seit 1833 ist H. auch Direcror der steyermärk. Sparcasse. Gegenwär- tig verfaßt er den Clavierauszug der Oper „Leonore," welcher noch 13^6 im Stich erscheinen wird. ^ Hummel, Ioh. Nep., hat in letzterer Zeit herausgegeben: 24 Etüden für das Pianoforte, 125. Werk.— Qranä I^on^eau brill. pour t'ianosoltE «t k'iüto (ou Viol.) 126 Werk. —1^6 Retour <^6 I^on- ltres. I^onäsau pour Ie ?iannsc)Ne, av. Orct,. 127 Werk; sämmtlich im Verlag von Haslinger in Wien. Dieser Autor scheint nun auf sei- nen Lorbern ausruhen zu wollen, da seitlangererZeit nichts mehr von ihm erschienen ist. * Hunyad, Ioh. , war geboren 1392, nach bewahrten Quel- len Sohn des Kaisers Sieg mund von einer walachischen Bojarinn, Nahmens Elisabeth Morffinay. Noch ehe diese entbunden war, heyrathete sie einen walachischen Bojaren, Voik Bushi , der lange Zeit für den Vater des Kleinen gehalten ward, aber bald darauf starb. Wenige Jahre darnach reiste die Mutter mit dem Knaben und einem ih- rer Brüder nach Ofen. Der Knabe bewies daselbst mittelst eines Rin- ges, welchen seine Mutter von dem Kaiser erhalten hatte, diesem seine Herkunft. Nun erhielt er die Stadt Hunyad mit 60 Dörfern. In der Folge erhob König Sieg mund seinen durch Tapferkeit ausgezeichne- ten unehelichen Sohn zum Ban von Szeverin oder der westlichen Walachey, und H. fand nun Gelegenheit, seinen kriegerischen Ruf in großen Thaten gegen die Türken zu begründen. König Albrecht übertrug ibm nebst dem NicolauS von Ujlak die siebenbürgische Woywodschaft. Nach dem frühen Tode dieses Königs beredete H. dessen Witwe, Elisabeth, ihre Einwilligung zu ihrer zweyten Ehe mit König Wladislaw von Polen noch vor ihrer Entbindung zu geben. Als Elisabeth nach der Geburt ihres Prinzen diesen Entschluß änder- te, zog sichH., einer der von Albrecht seinem zu hoffenden Sohne gegebenen Vormünder, nach Siebenbürgen zurück, und beobachtete die Türken zuSzörney und von Weiten die Angelegenheiten in Ungarn. Plötzlich erschien er, bereits durch mehrere Siege über die Türken be- rühmt, und Feind des Ci lly'schen Geschlechtes'zu Ofen, und erklärte sich für dcn polnischen König Wladislaw. Scm Beyspiel wirkte auf
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe W-Z, Band 6
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe W-Z
Band
6
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
668
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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