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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe W-Z, Band 6
Seite - 495 -
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u sz t i. - 6 u sz t y. 485 Purpurkleidern beschenkt, Ladislaus begleitete den König nach Ofen> und ließ sich durch den Palatin N i co l ausGara , mit dessen Tochter er sich vermahlte, täuschen. In Sicherheit versenkt, hörte Ladislaus H. von den türkischen Rüstungen und erboth sich, vom Geiste seines Vaters beseelt, die Türken bis zur Sammlung eines Heeres zu beobach- ten und zu diesem Zwecke Truppen anzuwerben. Statt seiner sollte auf Verlangen des Königs sein jüngerer Bruder Ma th ias am Hofe ver- weilen, und schwermuthsvoll entließ die Mutter den blühenden Knaben. Ihre Ahnungen trafen ein. Kaum war der jüngere Sohn in Ofen an- gelangt, als beyde Prüder bey Gelegenheit eines Turniers verhaftet wurden. Zu gleicher Zeit wurden die Freunde des H.'schen Hauses, wo- runter Bischof V i t ez , eingekerkert, über Ladis laus v. H. ein Reichsgericht gehalten, und der Jüngling, dem Ausspruche desselben gemäß, zum Tode geführt (16. März 1457). Dreymahl schlug der Henker fehl und zum dritten Mahle warf der Hieb den Verurtheilten zu Poden. Er raffte sich mit Iugendkrä'ften auf, erklärte, er sey nach Recht und Gewohnheit nicht verbunden, mehr Streiche auszuhalten, und eilte mit diesen Worten unter die Menge, verwickelte sich aber in sein langes, von dem Könige zum Geschenk erhaltenes Gewand und stürzre, nachdem der Scharfrichter ihm das Haupt abschlug, mit einem vierten Streiche. Huszti, Andr., war in Siebenbürgen geboren; studirte auf den Gymnasien zu Enyed und K lausenburg, dann unter Got t l ieb Heineccius die Rechte zu Frankfur t an der Oder. Nach sei- ner Zurückkunft in sein Vaterland ward er zum Professor der Rechte und der Politik an dem Gymnasium zu Klausen bürg ernannt. We- gen unordentlichen Lebenswandels wurde er 1742 abgesetzt. Hierauf be» schäfrigte er sich mit Anfertigung genealogischer Geschlechtstafeln für Adelige, und ward I)ige8ior (Üapituli ^Iba-^uliacengiz. Wegen seines ärgerlichen Lebens auch dieser Stelle entsetzt, irrte er bey verschiedenen Adeli- genherum und starb 1755. Seine Schriften sind:De (^krizto primoge- mto, Frankfurt 1727. — I^ibellu5 6s orißine, incrementiz et lacie lwäierna triuln in I'ranz^iv. iliuätl. ß^mn28. Relorinat., cb. 1731. — ^surisplu^entlH Hunßariae et I'lgn^lvänme, Herrmannstadt 1742. Handschriftlich hinterließ er:D2cia vetu8et nova, 5^Iv2rn26 vet. et novaü rekus liiätor. (Üoininentatio; und 6e leku8 Hunnarum. ^ -suszty v. Raszynya, Zacharias Gottlieb, wurde zu Huszt im Märmaroser Comitat in Ungarn am 13. März 1754 geboren, stu- dirte die Heilkunde, die er in Preß bürg ausübte, und starb daselbst am 30. May 1L03. Er beschäftigte sich vielfaltig mit Verbesserung der Dispensatorien und des Apothekerwesens, so wie mit der medicinischen Polizey, und verfaßte in diesem Sinne folgende Schriften: Kritischer Commentar über die österr. Provinzialpharmakopöe, Presiburg und Leipzig 1785. — Nähere Ausführung eines Entwurfes zu einem ver- besserten Dispensatorium, eb. 1786. — Gekrönte Preisschrift über die Verbesserung der t. k. Feldapotheken und des Studimwesens an der Io-
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe W-Z, Band 6
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe W-Z
Band
6
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
668
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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