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498 I a r ck e. — I l g.
schon Selbstübung und Unterricht seiner Schüler im Violinspiel/ un-
ter welchen er bereits mehrere auf eine bedeutende Kunststufe erho-
ben hat, die Stunden theilend. Nach Schuppan zigh's Tode setzt I.
die öffentlichen Quartett-Unterhaltungen fort, und beweist von Jahr
zu Jahr, wie sehr er im Vortrage gediegener Comvositionen gewonnen
bat. Auch gibt er Concerte im Saale des Musitvereins. 1324 wurde
I. im k. k. Stadt-Convicte an der Universität, als Musikdirector und
Violinlehrer angestellt, und zu gleicher Zeit zum Ehrenmitglied des
Presiburger Musikvereins ernannt. Gegenwartig ist er Professor der
Violine am Wiener Conservatorium. Componirt hat er bis 1336:
8 Quartetten und 3 Terzetten für Streich-Instrumente; 26 Duetten
für 2 Violinen; 4 große Concerte für Violine; mehrere Solo-Stücke;
6 Violin-Solo mit Clavier; ein Divertissement; 2Cantaten; eine Mo-
tette für 4 Männerstimmen :c.
* Iarcke, Carl Ernst, erhielt 1836 vom Kaiser von Ruß-
land den Stanislaus - Orden 3. Classe.
* Ieitteles, Ludwig Andr. Von seinem Werke: Elemente der
Anthrovophysiologie, ist die I. Lieferung erschienen, Olmütz 1836. (Es fol-
gen deren noch 3.) Bey der Versammlung der Naturforscher in Wien
(s. o.) hielt er einen Vortrag, worin er zur Begründung einer verglei-
chenden Physiologie aufforderte, der zuletzt beyfällige Würdigung ern-
tete> — Die neue systematische Aufstellung der medic. Bücher in der
Wiener Universitats-Bibliothek geschah größtentheils durch seine Mit-
wirkung. Im Sept. 1336 wurde ihm die ordentl. öffentl. Professur der
theoret. Medicin an der Universität in Olmütz zu Theil, welche er seit
1835 supplirte. ,
* Jesuiten in den österr. Staaten. Von diesem, den 14.
Aug. 1314 vom'Papst Pius VII. wieder hergestellten Orden befinden
sich Collegien zu Tarnopol, Starawies und Neu-Sandec in
Galizien, und zu Oratz in Steyermark. In Lemberg ward die
ehemahlige Kirche dieses Ordens den I. von dem Erzbischof und Primas
von Galizien den 21. Aug. 1836 übergeben.
I l g , I. Georg, k. k. Rath, Dr. der Chirurgie und Professor
der Anatomie an der Prager Universität, ward 1771 zu Hütteldorf
in Niederösterreich geboren, diente von 178L—1804 als Unter- und
Oberfeldarzt in der k. k. Armee, und sing schon im letztgenannten Jahre
an, sich als Prosector und Lehrer der chirurgischen Zöglinge ander k.k.
Iosephsakademie in Wien um die Bildung tüchtiger Anatomen aus-
gezeichnete Verdienste zu erwerben. 1807 wurde er als Doctor promo-
virt, 1803 öffentl. lehrender Prosector an der Iosephsakademie in
Wien, 1809 aber an der Prager Universität, endlich 1810 öffentl. or-
dentl. Professor diefts Lehrfaches in Prag. Die rege Liebe für seinen
Beruf, die er in dieser Eigenschaft über 22 Jahre hindurch bethätigte,
und die lhm seme Bestrebungen nicht bloß auf Pflichterfüllung beschran-
ken lleß, bewog ihn zur freywilligen Anlegung reichhaltiger Sammlun-
gen anatomischer Präparate, womit er mehrere Institute des österr.
Kaisersiaates bereicherte. DieIosephinische Akademie erhielt einen Schah
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe W-Z, Band 6
- Titel
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Untertitel
- Buchstabe W-Z
- Band
- 6
- Autoren
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Verlag
- H. Strauß
- Ort
- Wien
- Datum
- 1835
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.3 x 22.0 cm
- Seiten
- 668
- Schlagwörter
- Nachschlagewerk, Biografien
- Kategorien
- Lexika National-Enzyklopädie