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Erlau, trat am 9. Sept. 1805 in das Erlauer Seminarium, wurde
am 20. Aug. 1808 Doctor der Philosophie an derPesther Universität, im
Oct. 1812 Custos des Diöcesanbibliothek zu Erlau und am 2. May
1813 Doctor der Theologie an der genannten Universität. Am 19. Iuny
1813 zum Priester geweiht, wurde er sogleich Caplan an der Erlauer
Metropolitankirche mit Beybehaltung seiner Bibliothekarstelle; sodann
1814 Vorsteher des theologischen Studiums beym dortigen Seminarium.
Weiterhin ward I. Professor der Philosophie am Lyceum zu Erlau
und endlich den 4. Dec. 1822 Professor der Philosophie an der Pesther
Universität. Ergab im Druckeheraus. I^ica, Pesth 1818; 2.Aufl.,
eb. 1824; und 3. Aufl., eb. 1330. —Aletgpk^ica pui-a, eb. 1819;
2. Aufl., eb. 1825. — Nletap^ica 2pplic2t2, eb. 1821; 2. Aufi.,
1827. — ^retologia (Ltkica), eb. 1324; 2. Aufl., 182g.
Ingenhouß, Ioh., Dr. der Medicin, k. k. Rath und Leibar;tzu
Wien, war geboren zu Breda in Holland 1730; er legte seine Stu-
dien auf hollandischen Universitäten zurück, und übte nach vollendetem
Studium der Heilkunde die ärztliche Praxis in feiner Vaterstadt aus.
Ein lebhaftes Streben seiner Wissenschaft durch neue Entdeckungen Nu-
tzen zu schaffen, führte ihn nach London, wo er Pringle kennen
lernte, welcher ihn der Kaiserinn Maria Theresia, die 2 Kinder
an den Pocken verloren hatte, und von ihm einen geschickten Arzt ver-
langte, der sämmtliche Prinzen und Prinzessinnen impfe, dazu empfahl.
Der glückliche Erfolg der Impfung erwarb ihm das Vertrauen des
kaiserl. Hofes, wo er auch Anstellung als Leibarzt erhielt. Er kehrte
nach einigen Jahren nach Holland zurück, machte mehrere Reisen in
Frankreich und Deutschland, und blieb endlich zu B owood , einem
Landsitze des Marquis v. Landsdown, wo er den 7. Sept. 1799
starb. I. bereicherte die Chemie und Physik mit wichtigen Entdeckungen,
und führte zuerst den Gebrauch des kohlen<auren Gases in der Medicin
ein. Er schrieb: Nova, tuta facili^uenietko^us curanck calculum,
zcorbutum, po^Ißi-ain etc., Leyden 1778. — Nxperiences 5ur ie§
vegetaux, Paris 1780; deutsch von Ioh. Andr. Scherer, Wien
1784; 2. Aufl., 3 Bde., eb. 1736 — 88. — Vermischte Schriften,
physikalisch- und medicinischen Inhalts; aus dem Englischen übersetzt
von N. E. Mol i tor , eb. 1782; 2. Aufl., eb. 1734. Hollandisch von
I. van Breda, Haag 1785.—Nouvelles experiences et obzervat.
5ur ckv. objets 6e pkyziyue, Paris 1785. — Versuche mit einem
Elektrophor; aus dem Englischen ins Hollandische, von I. van Bre-
da, Delft 1790. —Mizcellanea pk^ico-meckca; e6i6it ^021,.
^^ 8clierer, Wien 1795. — Mehrere Aufsätze in den P!u1l)5.
ti
^ ^ngenieurs-Akademie, k. k., in Wien. Nach der jährli-
chen Hauptprüfung, welche Ende August Statt findet, treten die ge-
schicktesten Zöglinge der 7. Classe als sogenannte Corps- Cadeten in den
activen Dienst des Ingenieurs Corps, von wo ihnen sodann nach Verwen-
dung das weitere Avancement offen steht. Auch erhalten sie von nun an
eme monathliche Besoldung aus der Kriegscasse. Die übrigen aus den
höhern Classen nach gehöriger Beendigung der Lehrcurse austretenden
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe W-Z, Band 6
- Titel
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Untertitel
- Buchstabe W-Z
- Band
- 6
- Autoren
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Verlag
- H. Strauß
- Ort
- Wien
- Datum
- 1835
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.3 x 22.0 cm
- Seiten
- 668
- Schlagwörter
- Nachschlagewerk, Biografien
- Kategorien
- Lexika National-Enzyklopädie