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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe W-Z, Band 6
Seite - 502 -
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SN2 IohanttBapt., Erzherzog.—Johannes von Gmunden. Muth und Tapferkeit aus. Er stand bey der letzten, damahls noch als Generalmajor, in der ersten Linie, welche ein heißes Gefecht zu beste« hen hatte; aber diese Linie rückte, da in der Dunkelheit des Nebels auf den Flügeln schon Unordnung entstanden war, mit solcher Contenancean, und man kam sich so nahe, daß fast jeder Schuß seinen Mann nieder- streckte, bis nach und nach, da jeder Fuß breit Erde erkämpft werden mußte, der Feind mit dem Bajonet in seine Laufgräben geworfen war. Zum Feldmarschall-Lieutenant befördert/ erhielt Graf I. 1723 zu- gleich die Commandantschaft von Ofen, die durch den neu abgebro- chenen Krieg 1737 ein wichtiger Posten wurde. Er starb 1738. * Johann Bapt . Ios. , Erzherzog von Osterreich, ward 1836 Feldmarschall. Johann, St. , unter denFelsen (St. Iwan) , kleines bö'hm. Dorf im Berauner Kreise (in der Nähe von Carlstein), welches so mancher Reisende zum Ziel seiner Wanderung in Böhmen macht. In- nerhalb eines Thals in romantischer Einsamkeit liegen das Schloß, die Kirche und einige einzelne Häuschen. Kreuze und Capellen auf den höch- sten Klippen des schroffen Felsengebirgs bezeichnen den frommen Ur- sprung des Orts. Der Einsiedler Iwan- lebte da im 9. Jahrhundert in einer Höhle. Die Höhle wurde ein Wallfahrtsort, aus dem später ein Benedictinertsoster entstand, daS 1785 wieder aufgehoben wurde. — Hier findet man den schönsten Marmor von roth und gelber Farbe; allein er bricht nicht in großen Stücken. Johannes von Gmunden, berühmter Astronom und Mathe- matiker. Die differirenden Behauptungen, I. v. G. sey aus Osterreich, beruhten bis jetzt theils auf dem Ansehen einiger Autoren, theils auf der Vorliebe für Ober- und Niederö sierreich, theils auf der näheren oder wenigeren Bekanntschaft mit den Orten selbst. Die vorzüglicheren Schriftsteller, welche über I. v. G. einige oder mehrere Nachrichten liefern, sind Tannstetter, Iöcher, Kauz, Oa l le t t i , Zach; alle übrigen so wie die beyden letzten haben sich für einen oder für den andern dieser Autoren entschieden. St einer's Gefährte durch das Salzkammergut, und das Handbuch von Emi l (Trimmel) über Gastein stimmen wegen I. v. G. für das gleichnahmige Städtchen inOberöstsrreich; P i l lwein (im Traunkreis) entschied,sich für Nieder- österreich. Derjubilirte k. k. Salzverschleiß-Verwalter, I oh . Nep. Hörner Edler von Roi thberg, bey Omunden, welcher 1831 die große goldene Verdienstmedaille sammt Kette erhielt, und als Bi- bliograph wie als Patriot gleich rühmlichst bekannt ist, stellte über die- sen noch immer dunkeln Gegenstand seit 1831 ruhige und beharrliche Nachforschungen an. Er wendete sich zuerst nach Kremsmünster, dann nach Seitenstatten, hierauf nach Wien. Der Canonicus I. C. StelzHammer durchsuchte auf seine Zuschrift die alten Ein- schreibbücher der Wiener Hochschule (^cta Univeisnatiz), in welchen man sich nach der Eintheilung der 4 Nationen, zu welcher man der Ge- burt nach gehörte, einzutragen streng verpflichtet war. Er suchte nebst andern in dem Buche der rheinischen Nation nach, welchen die Schwa- ben, Franken und Bayern;c. zugetheilt waren, und fand. dort außer
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe W-Z, Band 6
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe W-Z
Band
6
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
668
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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