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Raiser Ferdinand's Nordbahn. — Ralliwoda. 507
ist K.'s Etablissement (Naglergasse, beym Kleeblatt Nr. 307) gewiß
nun das erste in Wien.
Raiser Ferdinand's Nordbahn heißt seit April 1336 die
von Wien bis Bochnia führende Eisenbahn. (S. Eisenbahnen.)
Raiser's, Ios. Franz, Runst- und Bücherperlag in
Gratz. Selber enthält: 1) Zahlreiche lithographische Artikel, darun-
ter geogrüph. Charten>.PlN'träts, steyermärk. Prospecte sFolge von
253Blattern), Triestinerundcroatische Ansichten, patriotische Erinne-
rungsblätterec.; 2) Musikalien, unter denen Hütten brenn er'smu«
sikalisches Heller- Magazin; 3) übernommene und selbst erzeugte Ver-
lagsbücher, worunter viele Andachtsbücher, der sogenannte National-
Kalender:c. — K. ist lersinnungsreich unb thätig; sein Geschäft leb-
haft. Er ist den 11. März 1786 zu Grä'tz geboren, gelernter Buch-
binder. 1809 war er Officier bey der Gra'tzer Landwehr, und zeichnete
sich wahrend der Schlacht bey Raab aus. 1811 übernahm er die Buch-
binderey, die er bald zu einer förmlichen Handlung umschuf. 1817 er«
nchtete er seine lithographische Anstalt, welche unmittelbar nach der
Wiener, die erste im KaisertbAme war. K. ist Inhaber mehrerer Prioile-
gien, Mitglied der k. k. Landwirthschafts-Gesellschaft in Steyermark
Und jener in Kram, und Ehrenbürger der alten StadtVoitsberg.
! ^ Ralenderwesen. Seit 1834 erscheint in Böhmen ein Schul«
lehrer - K a lender. Die Idee zur Gründung desselben gab der verdienst-
volle Ignaz Ia ksch, Notar und Archivar des bischösi. Consistdriums
in Leitmeritz, welcher nun die Herausgabe besorgt, und der dortige
bereits verstorbene Oymnasial-Katechet A n t. Ga u. Zuerst war dieser Ka-
lender bloß füc die Leitmeritzer Diöcese berechnet, und demselben war
auch insbesondere eine Art Schematismus des Lehrpersonals beygefügt;
da jedoch schon der 1. Jahrgang auch in den übrigen Diöcesen der österr.
Monarchie Anklang und die günstigste Aufnahme fand, so wurde der Plan
der Schrift erweitert, und für alle Diöcesen des gemeinsamen österr.
Vaterlands berechnet und somit erscheint selber unter dem Titel: „Ka-
lender für Lehrer, Altern .und Erzieher." Der 1.Jahrgang
erschien 1834 bey einer Auftage von 1,500 Exemplaren. 1835 stieg die
Auflage: auf 2,000, 1336auf2,500, und für den Jahrgang 1837 auf
3,000 Exemplare. 1835wurde ein Stahlstich von Füh rich, 1826 von
Gruß beygegeben. Diese 2 gelungenen Stahlstiche wurden zur Erzie-
lung einer Stiftung für arme Lehramtskandidaten auch besonders abge-
setzt, wofür bereits 600 Gulden W. W. hereingebracht, und in der
bohm. Sparcasse fruchtbringend angelegt worden sind. Der reine Ertrag
des Kalenders aber wurde zur Gründung eines Fondes zur Unterstützung
armer braver Lehrer bestimmt. Durch Spenden des k.^ ik. Hofes und
edler Schulfreunde, stieg der reine Ertrag von den abgesetzten 3 Jahr«
gangen auf 4,037 Gulden 20 Kreuzer W. W. Dieser Kalender wird
bey C. W. Medau zuLeitmeritz in 3. gedruckt.
* Ralina v. Iathenstein, Ioh. Math., wurde im Sept.
1336 in den Ritterstand erhoben.
Ralliwoda, Ioh. U)ilh., Capellmeister deS Fürsten v. Für-
st enberg, ist geboren zu Prag 1793. Die erste musikalische Bildung
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe W-Z, Band 6
- Titel
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Untertitel
- Buchstabe W-Z
- Band
- 6
- Autoren
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Verlag
- H. Strauß
- Ort
- Wien
- Datum
- 1835
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.3 x 22.0 cm
- Seiten
- 668
- Schlagwörter
- Nachschlagewerk, Biografien
- Kategorien
- Lexika National-Enzyklopädie