Seite - 525 - in Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe W-Z, Band 6
Bild der Seite - 525 -
Text der Seite - 525 -
Rumas. — Run st-verein. 52ä
Kreises, starb den 28. April 13l4. Er gab im Druck heraus: Geogra.
phie von Böhmen, Prag 1821. — Germanien, oder tabellar. Uder-
sicht:c., 2 Thle. eb. 1322. — Leopold Graf v. K., Freyh. auf
Ehrenburg und War th , geb. den 12. Iuny 1683, k. k. Appella--
tionsrath zu P r a g , ist der Gründer der böhm. Linie, starb den 13.
Nov. 1724. Sein Sohn war Sebast. F ran z Graf v. K., geb.
den 11. Dec. 1720, k. k. geh. Rath und Kreishauptmann zu Klat-
tau, starb den 20. Sept. 1783. 1712 machte sich Leop. Graf v. K.
in Böhmen ansasiig, wodurch sich das Geschlecht in 2 Linien, die altere
tyrolische und jüngere böhmische theilte.
* Rumas, Constantin Mich., starb den 13. May 1336 zu
Triest als Scholarch an dem griech. Gymnasium.
* Runst-verein. Seit der Begründung des K.-V.s inWien er-
neuerte sich alljährlich die Erfahrung, daß bey weitem die zahlreichsten
Beytritts in der Periode kurz vor der Eröffnung der Kunstausstellung,
und wahrend der Dauer derselben. Stattfinden, ja, daß von vielen
Personen, bey denen keineswegs Gleichgültigkeit gegen die Kunst und
die Tendenz des K.-V.'s vorausgesetzt werden kann, auf die nach der bishe-
rigen organischen Einrichtung des Vereins jahrlich zu erneuernde Bey-
tritts-Erklärung, wegen Entfernung von der Hauptstadt, oder im
Dränge anderer Beschäftigung, gänzlich vergessen wurde. Wenngleich
die Zahl der Vereinsglieder, wie es das Resultat des 5. Jahrganges,
wo dieselbe 2,309 betrug, beweist, in der Zunahme begriffen ist, so
war der Verein durch das bemerkte Verhältniß doch immer in der unange-
nehmen Lage, seine Kräfte nie zur gehörigen Zeit bemessen, sein Wirken
darnach einrichten und einen überlegten Plan für dasselbe feststellen zu
können. Dieser precare Zustand war insbesondere jederzeit den Einlei«
tungen zur Anfertigung dcr Kupferplatte im Wege, da der leitende
Ausschuß nie mit Bestimmtheit die zu diesem Behufe disponiblen Mittel,
noch die Größe der zu veranstaltenden Auflage berechnen konnte. Der
wesentlichste Nachtheil, welchen diese Auflösung in einzelne Iabresge«
sellschaften, und der jährlich zu erneuernde, und nur für eine einzelne
Verlosung geltende Beytritt zum K.-V. mit sich führte, bestand aber
darin, daß ein Verein, nähmlich eine Verbindung zu einem gemein-
schaftlich und andauernd nach einem festen Plane zu verfolgenden Zwecke
eigentlich nicht bestand, daß dieser schöne Zweck größtentheils übersehen
wurde, und das Ganze sich auf eine jahrliche Gemälde-Verlosung, auf
ein Glücksspiel reducirte. Der Ausschuß des K.-V.'s, diese Gebrechen
wahrnehmend, bemühte sich, die geeigneten AbHülfsmittel aufzufinden.
Es schien vor allem nothwendig, dem Vereine eine feste und andauern-
de Consistenz zu verschaffen, und zwar dadurch, daß Jeder, der sich
ihm als ordentliches Mitglied anschließen will, seinen Beytritt ein für
allemahl erklärt, dadurch aber der Mühe überhoben wird, den jährli-
chen Beytrag von 5 Gulden Conv. Münze selbst zur Casse zu bringen,
sondern den Verein in die Lage setzt, denselben durch ein dazu bestelltes
Individuum bey ihm einzuheben. Die auf diesen Zweck gerichteten, und
durch den Fürsten v. Metternich, als Protector des Vereins, dem
Kaiser unterzogenen Anträge, wodurch der zweyte Abschnitt der Statu-
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe W-Z, Band 6
- Titel
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Untertitel
- Buchstabe W-Z
- Band
- 6
- Autoren
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Verlag
- H. Strauß
- Ort
- Wien
- Datum
- 1835
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.3 x 22.0 cm
- Seiten
- 668
- Schlagwörter
- Nachschlagewerk, Biografien
- Kategorien
- Lexika National-Enzyklopädie