Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Lexika
National-Enzyklopädie
Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe W-Z, Band 6
Seite - 546 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 546 - in Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe W-Z, Band 6

Bild der Seite - 546 -

Bild der Seite - 546 - in Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe W-Z, Band 6

Text der Seite - 546 -

546 Mansfeld, Carl Fürst v. derbelebung des gesunkenen Oeistes und dadurch gewonnene Befestigung der allerdings durch mehrjährige Vernachlässigung schlaff gewordenen re- ligiösen Überzeugung und Anhänglichkeit; eine geregeltere und zugleich umfassendere Einrichtung der Armenpflege. Die gesammten Anstalten fesseln die Aufmerksamkeit durch em gefälliges Äußere und rechtfertigen diese Theilnahme durch den Oeist, der sie durchdringt. Auch auf andere Gemeinden hat dieses Streben seinen Einfluß bewährt, und die größern Gemeinden nahmentlich in Ungarn sind diesem Beyspiele mit Glück und Eifer nachgegangen. Als Prediger ist M. bereits allgemein und öffent« lich als einer der ersten unter seinen Glaubensgenossen anerkannt durch echten Beruf und oratorisches Talent. Im Drucke sind von ihm erschie- nen: Predigten in dänischer Sprache, Kopenhagen 1320. — Gottes- dienstliche Vorträge im Monarh Tischn, Wien 1834. — Worte des Trostes bey der Trauerfeyerlichkeit für weiland Kaiser Franz I., eb. 1835 (von welchen binnen wenigen Wochen mehrere Auftagen veranstaltet werden mußten). ^- Gottesdienstliche Vortrage, 1. Bd., eb. 1835, deren Fortsetzung nächstens erscheint. Mansfeld, Carl Fürst v., königl. spanischer General und Admiral der niederländischen Meere, Generallieutenant über die königl. Armee in Ungarn, geboren 1543. Angeeifert durch das Beyspiel und die Lehren seines großen Vaters, des in den niederländischen Kriegen so berühmt gewordenen Peter Ernst Grafen und Fürsten M., erbte er von ihm seinen Heldenmuth, und gab davon unter seinem Oberbe- fehle frühe Proben. Nur wollte seine lebhafte Gemüthsart sich nicht mit dem kalten Stolze derjenigen vertragen, neben und unter denen er diente, so ging er denn nach Frankreich, wo er, nicht bloß für das Schlachtfeld, sondern auch für das Cabinet gebildet, und unter den Königen Carl IX. und Heinrich I I I . im Ministerium verwendet wurde. Das schien jedoch sein Beruf nicht zu seyn. Der weitersehend? Vater suchte ihn nach den Niederlanden zurückzubringen, wo ihm der König von Spanien die ehrenvolle Anstellung eines Generals und Ad- mirals der niederländischen Meere verlieh. Als dieser Monarch dem Kai- ser Hülfsvölker nach Ungarn schickte, führte, sieM., und Rudolph I I . bestellte ihn als Generallieutenant über seine Kriegsvölker, nachdem er ihn zugleich in der fürstlichen Würde bestätigt hatte. Die Aussichten wa- ren nicht die günstigsten, da nun erst Raab übergegangen war. Der Feldherr setzte sich zuerst bey Bruck, um zwischen Unga r.-A 5tenburg und Wieselburg ein Lager zu nehmen, wo er die Truppen ausBöh- men und Schlesien erwarten konnte. Schwarzenberg und Ruß- worm begleiteten ihn, Pälffy führte die Ungarn; nun ging der Zug gerade vor Gran, wohin 30,000 Türken zum Entsatz eilten. Nach mehreren kleinern Gefechten wurde der große Sieg über sie erfoch- ten 1596, der den Fall dieses Platzes nach sich zog. Leider hatte sich der vielversprechende Mann, von der Arbeit des heißen TageS abgemattet, durch Abkühlung eine Krankheit zugezogen, die ihn dahin raffte, von dem Heere> welches er führte, von Ungarn und Fremden gleich be- dauert; denn der Erfolg seiner Anstalten war immer glücklich, und «r wußte Ordnung unter den Truppen zu halten.
zurück zum  Buch Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe W-Z, Band 6"
Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe W-Z, Band 6
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe W-Z
Band
6
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
668
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Österreichische National-Enzyklopädie