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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe W-Z, Band 6
Seite - 550 -
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5 550 MarkovicS/Ioh.Nep.v. —Markovics, Mathias Ant. v. gegen die räuberischen Einfalle jener Horden zu suchen. Jede Familie hatte daselbst ein Stäbchen und das ganze Dorf eine gemeinschaftliche Capelle. Man weiß aber nichts Näheres über die Erbauung dieser noch jetzt stehenden Thürme; die Inschriften sind unleserlich, die Urkunden nicht mehr vorhanden, und von den Nachgrabungen der Jesuiten wur- de nichts bekannt gemacht. Südlich vom Orte liegt eine k. k. Saliterey (Salpeiersiederey). Markovics, Ioh. Nep. v., Dr. der Philosophie und Rechte, lö'nigl. Rath, referirender Assessor der königl. ungar. Gerichtstafel, Präses der jurid. Facultät, und Director des jurid. Studiums an der Universität zu Pesth (Sohn des Folgenden), war den 3. April 1785 zu Pesth geboren, widmete sich nach daselbst vollendeten Grammati- calclassen, an der Landesuniversitat den philosophischen Wissenschaften unterDugonics, Mitterpacher, Schedius, Schwartner, Stüts, Tomtsänyi, Trenka mit solchem Eifer, daß er 1802 als 17jähriger Jüngling die Würde eines Doctors der Philosophie erhielt. Nach an derselben Anstalt zurückgelegtem juridischen öehrcurs wurde er Güterdirector des Grafen Franz Wenkheim, 1814 supernumerärer Assessor, 1315 Notar, 1325 aber ordentlicher Assessor der königl. Districtual-Gerichtstafel zu Güns. Hier vollendete er in geschäfts« freyen Stunden sein Npitome institutiunum «lurig pi-ivati kunga- i-ici, Ofen 1319, welches mit solchem Beyfall aufgenommen wurde, daß es höchsten Orts zum Leitfaden für die Vorlesungen an allen königl. Rechtslehranstalten bestimmt wavd. 1829 wurde M. zum Assessor der königl. Gerichtstäfel, 1830 aber zum Präses der jurid. Facultät er- nannt. In demselben Jahre nahm lhn die philosophische Facultät unter ihre Mitglieder auf, und die juridische ertheilte ihm gleichsfalls den Doc- torgrad. 1833 erhielt er die Würde eines königl. Rarhes. Doch nicht lan- ge war e<5 ihm mehr vergönnt seinem Vaterland zu dienen, denn am 4. Oct. 1834 starb er während des Landtages zu Preßburg. Außer seinem obgenannten Werke, welches 1822 eine 2. Auflage erlebte, schrieb er: Luckarigticon Illustl-i^imo ae H?v. vom. 1^. 15. a sckaKralli etc. äicwm, Pesth 179Z.— It^pomnematH 6e peregri- natione animalium, eb. 1802. —Xäumkratio kiswriae «luris pri- ^ati kunßgi-ici, Ofen 1826. / Markovics, Mathias Ant. v., Dr. der Rechte, königl. Rath, referirender Assessor der königl. ungar. Studien - Commission , und Director der Universitäts-Buchdruckerey zu Ofen, war am 4. Sept. 1751 zu Pesth geboren. Nach daselbst bey den Plansten vollendeten Gymnasial- und philosophischen Studien bezog er die Universität zu Wien, um sich den Rechtswissenschaften zu widmen, wo er die berühm- ten Männer Mar t in i , Riegger und Sonnenfels hörte, und sich mit solchem Fleiß den Wissenschaften widmete, daß ihm die ehren- vollsten Zeugnisse zu Theil wurden. Mit diesen versehen kehrte M. in sein Vaterland zurück, und widmete sich einige Zeit der juridischen Praxls. 1774 als die große Maria Theresia ein neues Studien- system einzuführen beschloß, und zu diesem Zweck einen Concurs zu 3 Yrnau für alle jene anordnete, die eine Lehrkanzel zu erhalten wünsch-
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe W-Z, Band 6
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe W-Z
Band
6
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
668
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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