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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe W-Z, Band 6
Seite - 559 -
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Mittrowsky, d. Graf. u. Frh.—Mittrowsky, I. N. Graf. 55!) 1785 zu Lind in der Pfarre Ourk im Klagenfurter Kreise Karnthens, wo fein Vater Besitzer eines Bauerngutes war. Den ersten Unterricht erhielt M. von seiner eigenen Mutter, dann von einem Ercisterzien- ser von V. iktr ing, Wolfgang Schaffer, der seinen Vater be- wog, den Sohn studieren zu lassen. M. absolvirte in Klagen fürt die Grammaticalclassen, in Grätz die Rhetorik, inKlagenfur t bie Poesie und Philosoph. Studien, 3 Jahrgänge der Rechtswissenschaften in Gratz, und das 4. Jahr derselben auf der Universität in Wien 1811. M. nahm hierauf die Criminalpraris bey dem Grätzer Ma- gistrate, legte 1812 seine Richteramts-Prüfung bey dem k. k. Ap- pellationsgerichte in K lagenfur t zur vollkommensten Zufriedenheit ab, und erhielt auch 1313 von dem k. k. steyermark. Gubernium sein Wahlfahigkeits-Decret als Richter in schweren Polizey-Übertretungen, worauf ihn das Gurker Domcapitel als Iustiziar und Bezirkscom- missar auf der Herrschaft Gur t anstellte, in deren Diensten M. bis nun mit mannigfacher belobender Anerkennung der höhern Behörden steht. Schon als Knabe hingezogen in viele Zweige des menschlichen Wissens, widmete M^ seine Erholung ausschließend der Literatur und Landwirthschaft, versuchte sich als Schriftsteller in mehreren Zweigen, und gehört zu den fruchtbarsten Schriftstellern seines Vaterlandes. Reichhaltige Belege dafür liegen in den vaterländischen Blättern, in der Carinthia, in Sar tor i 's malerischem Taschenbuche und Österreichs Tibur. Selbststandig ist von M. erschienen: Gastunia, ein Taschenbuch für Gastein's Curgäste :c., Salzburg 1820. Im Manuscrivte hat M. fertig: Eine Geschichte des Domstiftes Gurk; über das Eigenthümliche der karnthn. Unterthans-Verfassung; mehrere landwirthschaftliche Auf- satze für die nächsten Hefte der Verhandlungen der k. k. Landwirth- schafts - Gesellschaft in Körnchen. * Mi t t rowsky, die Grafen und Freyherren. Ant. Fr iedr. Oraf v. M., oberster» Kanzler, wurde in der Generalversammlung der t. k. Akademie der bildenden Künste am 26. März 1836 zum Ehrenmit- glied gewählt, und im September 1836 mit dem Orden des goldenen Vließes ausgezeichnet. Mit t rowsky, Ioh . Nep. Graf v./ Mitglied der Gesellschaft naturforschender Freunde zu Ber l i n und Hal le. (Sein Vater, war Maximi l . Graf v. M., kk. Generalder Cavallerie und ehemahliger com- mandirender General im Banat.) Er wurde zu Brunn den 20. Jän- ner 1757 geboren, wählte 1773 den Militärstand, war Oberlieutenant bey dem k. k. Infanterie-Regimente La scy, dankte 1783 ab, und er- hielt 1780 eine Hauptmannsstelle bey dem LandgrafFürstenb erg'schen Reichsregimente, verließ auch diesen Posten, privatisirte in B runn , widmete sich vorzüglich den Naturwissenschaften, und suchte zugleich seine Kenntnisse durch mehrmahlige Reisen ins Ausland zu erweitern, besuchte 1784 Neapel, und bestieg den Vesuv. Er starb zu B r u n n den 20. May 1799. M. hatte ausgebreitete theoretische und practische Kenntnisse, besonders in den Naturreichen; seine Thätigkeit war unermü- det, sein Eifer zur Beförderung der vaterländischen Literatur rastlos, seine Denkungsart bieder. Er genoß die Achtung aller Freunde der Wis«
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe W-Z, Band 6
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe W-Z
Band
6
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
668
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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