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Obernberg. — Oesterreich unter der
mehrere Quartetten, Trios, Variationen für die Mandoline, Cyncert-
Hcke für eine und 2 Guitarren, Terzetten für Viola, Mandoline und
Terz-Guitarre u. a. m. '
Obernberg, oberösterr. Marktstecken im Innkreift/ mit l /?M
Einw., liegt in einer der schönsten und fruchtbarsten Gegenden Oberoster-
reichs, am rechten Innufer. Das Schloß ist mit einem tiefen Oraben
umgeben und hat einen 34 Klafter tiefen Brunnen.
* Ober- ZeyrinS.. Denkwürdig ist der Einsturz des in der Nahe
bestandenen silberhaltigen Bleybergwerkes 1153 durch ein Erdbeben, wel-
cher 1,400 Arbettern das Leben raubte. Vergebens suchre man zwey-
mahl, diesen Bexgbau, unter Kaiser Max imi l ian I. und unter der
Kaiserinn Ä?aria Theresia, wegen,'der zu gewaltigen Gruben-
waffer lviedex zu erheben^ Jetzt aber ist neuerdings der Antrag , mittelst
einer Äctien - Gesellschaft durch geMM^Ingenieurs wieder Versuche
anzustellen. ' .^ ^ —.
^ Ochsenheimer, Ferd. Auf der Bühne zeichnete er sich vor-
züglich in. dem Fachst der Intriguants und der Tyrannen aus, die er
mit eigentlicher psychologischer Auffassung vortrefflich darstellte. So z. B.
war er als Gottlieb Koke in Z i egler's „Parteywuth,"., als Wurm in
„Cabale und Liebe," Marinelli in „Emilie Galotti," ausgezeichnet zu
nennen. Auch im Fache der Pedanten leistete O. Vorzügliches, so z. B.
als Magister Schnudrian in „Noth ohne Sorgen" ^c. ,
* Odescalchi, das Geschlecht. I nnocenz Fürst v. O, starb
den 23. Sept. 1333 zu Wien. «. .
* Oesterreich ob der Knns. Geographie und S ta t i -
stik. Die Einwohnerzahl stellt sich 1836 auf 859,02l. Nach den neue-
sten Erhebungen enthalt der productive Boden dieser Provinz 2,949,195
Joche, wovon das reine Ackerland 714,469, die Acker mit Obstbäu-
men 463, die Wechseläcker oder Egerten 93,142, die Trifchfelder
25,934, zusammen 839<058 Joche; die reinen Wiesen 475,693, die
Wiesen mit Obstbäumen 13,449, die Wiesen mit Holznutzen 532-, zu-
sammen 439,539 Joches die Garten,24,707 Joche; die Huthweiden
160,593, die Huthweiden mit Obstbäumen 2,129, die Huthweiden
mit Holznutzen 5,749, zusammen 168,476 Joche; die Alpen 203,002
Joche; die Sümpfe mit Rohrwuchs 1,639 Joche; die Hochwälder
1,052,355, die Niederwälder 24,476, die Auen 14,916, zusammen
1,091,247 Joche; die Brände (Waldland mit Getreidebau und Weidenu-
tzen) 14,079 Joche; der Raum der Gebäude 11,345 Joche einnehmen.
Der unproductive Boden, bestehend aus kahlen Felsen, Eisfeldern,
Straßen, Wegen, Bächen und Flüssen, beträgt 379,894 Joche, wo-
nach das gesammte Flächenmaß dieser Provinz sich mit 3,329)090 Jo-
chen oder 332^ Q. M. ergibt und auf 1 Q. M. eine Volksmenge von
2,230 Menschen darstellt. ^
* Oesterreich unter der iLnns. Geographie und Sta-
tistik. Die Einwohnerzahl stellt sich 1836 auf 1,399,463. Nach den
neuesten Erhebungen enthäl-t der productive Boden 3,322,7035 Joche,
wovon das reine Ackerland 1,327,499, die Äcker mit Obstbäumen 402,
die Trischfelder 939, die Wechseläcker oder Egerten 7l,021, zusammen
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe W-Z, Band 6
- Titel
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Untertitel
- Buchstabe W-Z
- Band
- 6
- Autoren
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Verlag
- H. Strauß
- Ort
- Wien
- Datum
- 1835
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.3 x 22.0 cm
- Seiten
- 668
- Schlagwörter
- Nachschlagewerk, Biografien
- Kategorien
- Lexika National-Enzyklopädie