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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe W-Z, Band 6
Seite - 571 -
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p a l a c k y. 571 thes, auch war er von 1652 an, des Hochstiftes Salzburg öehenscomissar in Karnthen. — Ioh . S.iegmund v. O. verfertigte 1650 eine vor- züglich richtige geographische Charte von Karnthen, als Nachstich der in dem großen Brande von K lagenfur t 1636 zu Grunde gegangenen Mappen. Er starb 1666 und hinterließ einen Sohn, Wol fgangIac . v.O., welcher 1705 landschaftlicher Secretär und Besitzer der O.'schen Kastenamtsgüter in Kärnthen war. — Wol fgang Franz v.- O^, des Vorigen ^ohn, geb. 1671, war der zweyte Gründer seines Hau- ses. Bereits 1713 der landrechtlichen und landeshauptmannschaftlichen 1731 grä'fi. Khevenhüller'scherGü- rer-Inspector in Karnthen, wurde er dann ständischer Verordneter/ Ge- nerale Einnehmer ,.Unterdirector der kärnthnerischen Landtafel und kai- serl. Rath. Viel verdankte er seinem Oheim I o h. Mär t . Gschwind, Freyh. <v, Packst e in , .k. l. Feldmarschall, welcher ihn laut Testa- ment (Dien, 12. Dec. 1719) zum Universalerben einsetzte.Wolfgang Franz v.O. erhielt von Kaiser Car l V I . den Freyherrenrang, und nahm^ das Wapen und, den Nahmen seines ohne männliche Erben ver- storbenen Oheims an. Wol fgang F ran ; Freyh. v. O.-G. hatte sich bereits 1701 veryiählt, und zum zweyten Mahle 1734. Wolfgang's ^ohn aus erster Ebe, Franz Joseph, war kärnthnerisch-ständischer Pauzahlmeister und starb als solcher, in einem Alter von 62 Jahren den 5. Febr. 1764. — FranzHaver Freyh.v^ O.-G., des Letztern Sohn, landeshauptmannschaftlicher Rath zu Klagen fürt/wurde Vater einer zahlreichen Famili«, welche durch seinen Sohn Franz Naver v. O.-G. (s. d.) einen erhö'hten Glanz erhalten. 1836 ward er auch Eh«- renmitglied der k. k. Akademie der bildenden Künste in Wien und erhielt auf kaiserl. Entschließung vom 4. Oct. 1336 das erledigte Oberst-Erb- lgnd/Falkenmeisteramt im Herzogthum Kärnthen. P,^ a l a c k y , Franz. 1336 erschien von ihm zu Prag : Ge- schichte von Böhmen; größtentheils aus Urkunden und Handschriften, 1. Bd. (die Urgeschichte und die Zeit derHerzoge in Böhmen bis 1197). Es ist dieß eine gediegene Arbeit, der edlen Munisicenz der böhm. Stände würdig, die auch dieses Werk veranlaßten, und auf ihre Ko- sten erscheinen ließen. Was die Quellensammlung zu demselben für die ältere Geschichte betrifft, so ist jedoch der Ertrag aller Bemühungen P.'s unter seiner Erwartung geblieben. An ältesten einheimischen Ur- kunden finden sich nur 2 echte aus dem 9. Jahrhundert abschriftlich in Mähren, eben so 2 aus dem 10. in Böhmen; noch aus dem 11. haben beyde Lander kaum ein ächtes Original. Erst seit der Mitte des 12. wird die Urkundensammlung reichhaltiger und für die Geschichte ergiebiger. P. wird sein allgemeines böhm. Diplomatar dem Publicum vorlegen, sobald es noch zu größerer Vollständigkeit gediehen seyn wird. Er be- suchte selbst jedes böhm. Archiv und jede Bibliothek, um sich schriftliche
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe W-Z, Band 6
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe W-Z
Band
6
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
668
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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