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R o t h m a y r. 589
?.—Winckelmann's letzte Lebenswoche, Dresden 1613.—
Zivina comme^ia 3pp«Il35i il koema cli V2nte? — 3apo
V^inclcelmannin ^ri65te, m. 8 Kupf., Venedig 1823. (Eine clas-
sische Arbeit, voll der wichtigsten und interessantesten biographischen^
literar., artist., bibliograph. und kritischen Noten.) — I^^ixione sinßol^
7l58lM2 clel ketrarca. — ketrarca, (^eiso e Voccaccio illl25tr.,
Trieii 1828. —ketl-arcliat; poemata minoi-a, 3 Bde., Mailand 1631.
popoli italiani 6i (^iu5. Micall; congil^el-Ixinni etc. -—
^f ^rie5tin2^ raccolta c^ i opuscoli e notixi«, 3 Bde., eb.
1333 (der 4. unter der Presse; wird fortgesetzt.) — Catalogo della
s^ccalta, cile per Ia bibliogralia 6el ketrizrea s cli ?io I I . eß!»^
V0856l1ut2 6 51 V2 ^continuantio dall' ^vvQcato di I^085etti, Trieft
5ßZ4. — P02X1 art65i2ni gortzenti, ed acl^ ue! coi-renti per 1>ie3t6
e 8ua tei-i-itorio, eb. 1835.— Entwurf eines allgemeinen Seegefetz-
buches für das KaiseNhum Osterreich. (Nur zum Gebrauche bey den <
Berathungen der Gesetzgebungs-Hofcommission lithogräphirt.) --' -^^ ^^^^^^^^^
Rothmayr Freyh. v. Rosenhrunn, Ioh. Mich., sehrg^'
schickter Maler, war geboren zu Lauf fen 1660. Nach vollendeten ^
Vorstudien daselbst, begab er sich um 1685 nach W i e n , bildete sich in
der Malerkunst vollständig aus und erwarb sich in derFolge einen solchen
Ruf, daß ihn Kaiser Joseph I. zum Hofmaler ernannte, Er malte -
sehr Vieles in Ohl und in Fresco und zeigte sich besonders im letzteren
Fache als tüchtiger Practiker, auch besaß er viele technische Kenntnisse,
obschon er sich im Ganzen-noch bey weitem nicht von den Fesseln der zu
jener Zeit herrschenden steifen und ängstlichen Manier in derComposition
und Darstellung loszumachen verstand. Übrigens zeugen seine vielen
Arbeiten von unermüdlichem Fleiße. Er unternahm auch mehrere Reisen
in Deutschland und starb zu Wien 1727. Seine in Wien befindlichen
Arbeiten sind: Altarblatt des Altars des h. Car l Bor rom aus in
der St. Stephanskirche (1723 vollendet); die Kuppel der St. Peters-
krch e, so wie die gewölbten Decken der Cäpellen daselbst in Fresco, dann
das Altarblatt in einer Capelle, den heil. Franz Sales, einen Todten
erweckend, darstellend; ein Altarblatt, die unbefleckte Empfängniß, in
der Franciscanerkirche; das Hochaltarblatt in der Kirche zu St. Ru-
ft r echt; die schöne Kuppel in der Kirche zu St. Carl B 0 rr 0 mäus '
auf der Wieden, in Fresco; das Hochaltarblatt, die Kreuzigung Ch r i -
sti, in der Paulanerkirche auf der Wieden, ein schätzenswerthes Bild;
endlich ein Seitenaltarblatt, St. Car l Bo-rromä u s, in der Kirche
des k. k. Waisenhauses in der Alservorstadt. Auch besinden sich in einigen-
Palästen, großen Privatgebäuden Wien's Deckengemälde von R.'5
Hand. An auswärtigen Orten malte er: Altarblätter zu Salzbuerg,
Pafsa u und Regensburg, dann die Fresken der Iesuitenkirch zu
^dreslau. Im Belvedere zu Wien sind von R.: Iph igen iens
Opferung, in welch' letzterem Bilde er nach Füß l i einen kecken und
breiten Pinsel, so wie glühende Farbengebung beurkundet. — ZuMün -
chen befanden sich von ihm die Ohlgemälde: Loth mit seinen Töch-
tern, dann Christus vor P i la tus .
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe W-Z, Band 6
- Titel
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Untertitel
- Buchstabe W-Z
- Band
- 6
- Autoren
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Verlag
- H. Strauß
- Ort
- Wien
- Datum
- 1835
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.3 x 22.0 cm
- Seiten
- 668
- Schlagwörter
- Nachschlagewerk, Biografien
- Kategorien
- Lexika National-Enzyklopädie