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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe W-Z, Band 6
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294 Saphir. -<Sardagna, das Geschlecht. Äußere lockte an. Der S. war anfangs von Castelli, vom 2. Jahr- gange bis 1826 von Dr. v. Porten schlag dem Jüngern redigirt. Jetzt hat dieß Blatt 2 Redacteurs: Ludw. Braun für das soge- nannte Hauptblatt; Ios. Ritter v. Seyfried schon seit 1813 für das Notizenblatt. * Saphir, Moriz Gottlieb. Seine Verbindung mit Bau er- l e hat Ende Sept. 1836 aufgehört. Einer ausführlichen Ankündigung zufolge wird von S. mit dem Jahre 1837 zu Wien eine eigene Zeit- schrift unter dem Titel: „DerHumorist" erscheinen. Der sehr ideenreiche Prospectus ist ganz geeignet, die Erwartung auf viel Geistvolles und Interessantes zu erregen. !',^> ^i . Sarcander, Johannes, Pfarrer zu Holeschau in der Ol« mützer Diöcese, war 1577 zu Skotschau im Herzogthume Teschen geboren. Er vollendete die Humanitätsstudien in Olmüh, von wo er sich nach Prag verfügte, dort unter die Alumnen des Seminariumi beym heil. Wenzel aufgenommen wurde und den Magistergrad der Philosophie erhielt; dann stüdirte er die Theologie zu Gratz in Steyer« mark, aus welcher er gleichfalls das Magisterium erlangte/ und dort zum Priester geweiht wurde/ Nach Mähren zurückgekehrt., wurde er von dem Cardinal, Bischof von Olmütz, Fürsten v. Dietrich stein, als Cooperator in Troppau angestellt, und erhielt nach und nach die Pfarreyen Charwat, Boskowitz> Zdaunek und endlich jene zu Holeschau. An dieser Kirche war er der erste Pfarrer nach der Ver- treibung der Picarditen, welche durch 80 Jahre selbe inne hatten. Dieß war der Grund des Hasses, welchen die Feinde der kathol. Kirche gegen ihn nährten, der durch den Eifer S.'s für die Verbreitung der kathol. Religion noch mehr zunahm. Als er zur Zeit des Krieges in Böhmen 1620 in die Gewalt der Verfolger der Katholiken fiel, wurde S. auf die grausamste Art gemartert, unter welchen Leiden er auch den Geist aufgab. Die in Rom unterbrochenen Verhandlungen über die Selig- sprechung dieses Märtyrers sind durch den letztverstorbenen Fürst-Erzbi- schof von Olmütz, Ferd. Maria Grafen v. Chotek, welcher den hierüber angeregten Wunsch seines Vorgangers, des Cardinals, Erzh. Ru- do lph, verfolgte, wieder aufgenommen worden. Den 9. März 183ß wurde zu Rom die Congre^tio antepi-IepIrawria der Consu.ltoren unter dem Vorsitze des Cardinals del laPortaRodiar i abgehalten, welchen der Papst zum Oberleiter des Seligsprechungs-Processes er- nannt hat. * Sardagna v. 6ohenstein> das Geschlecht. Simon v. S., k. k. Oberst, starb zu Lemberg den 23. Febr. 1822. Carl Pro- pertius v. S. , geb. 1732, i7arb 1812. Benedict v. S., geb. 1767, starb 1812. —Von dem andern Hauptstamme ist zu bemerken: Franz Freyh. v. S., geb. !73I, Herr aufLeopoldsdo r f, k. k. Hofrath dey der allgem. Hofkammer, Commandeur des Constantinischen St. Georg - Ordens von Parma, Ritter des toscan. St. Ioftphs-, des sardin. Mauriz- und Lazarus- und des päpstlichen Christus-Ordens, star.b zuPenzing nächst Wien den 26. Iuny 1835. Sein Erbe ist Ios. v. S. , k. k. Oberst vonWallmoden Cürassiere.
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe W-Z, Band 6
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe W-Z
Band
6
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
668
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
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